Naturmaterialien

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Natur & Nachhaltigkeit

Advent- und Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien

Die Natur bietet Ihnen viele schöne Früchte, Zweige und mehr für Ihre exklusive Advent- und Weihnachtsdekoration

12/09/2022, 11:45 AM

Immergrüne Pflanzen werden schon sehr lange zur Wintersonnenwende ins Haus geholt. Sie stehen für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Im hohen Norden wurden im Winter Tannenzweige ins Haus gehängt, um die bösen Geister abzuhalten. Außerdem waren sie ein Lichtblick auf den nächsten Frühling. Erst später entwickelte sich daraus unser Christbaum. Auch dieser wurde anfangs mit Naturprodukten geschmückt.

Erst in den letzten Jahrzehnten wurde der natürliche Weihnachtsschmuck durch industriell gefertigte, oft aus Plastik produzierte Weihnachtsdekorationen teilweise verdrängt. Teilweise werden für die Produktion von Christbaumschmuck Weichmacher verwendet, die nicht nur schlecht für die Umwelt sondern auch für Ihre Gesundheit sind. Hinzu kommt, dass viele der Weihnachtsdekorationen bei der Produktion sehr viel Energie und Rohstoffe verschwenden und dann schwer zu entsorgen sind. Weihnachtsdekoration und Adventschmuck können Sie aus Naturmaterialien ganz einfach selbst herstellen. Das bringt Ihnen viele Vorteile:

  • Es macht richtig Spaß die Dekorationen selbst zu machen - vielleicht gemeinsam mit Ihren Kindern oder FreundInnen?
  • Ihr Adventkranz, Christbaum, Weihnachtsgesteck und Ihre Tischdekoration werden zum exklusiven Hingucker.
  • Natürliche Zweige, Beeren, Früchte und Gewürze verbreiten angenehmen Weihnachtsduft statt Chemie. 
  • Sie sparen jede Menge Geld für überteuerte Adventdekorationen.
  • Sie schonen die Umwelt. 

Der einzige Nachteil ist, dass Ihr Advent- und Weihnachtsschmuck so schön ist, dass Sie für nächstes Jahr ein paar Aufträge von Ihren BewunderInnen bekommen könnten. 

Nachhaltige Weihnachtsdekoration

Naturmaterialien, die Sie für Ihre Dekorationen verwenden, können Sie nach den Feiertagen bedenkenlos am Kompost oder in der Bio-Tonne entsorgen. Dort werden sie wieder Teil des Naturkreislaufs. Dekorationen aus Stroh, Holz oder Gräsern halten meistens länger und können Sie auch im nächsten Jahr wieder verwenden. Wenn Sie Zweige, Beeren, Blumen, Früchte etc. aus dem eigenen Garten holen können, fallen keine CO2-Emissionen für den Transport oder evtl. Verpackungen an

Kerzen, Bänder und andere Dekoteile werden Sie nicht in der Natur finden. Aber es gibt vieles, das aus Naturmaterialien hergestellt wurde. Kerzen aus Bienenwachs zum Beispiel schauen schön aus und duften herrlich, wenn Sie diese anzünden. Außerdem unterstützen Sie damit den regionalen Imker. Wenn Sie Dekorationen kaufen, achten Sie darauf, dass diese nachhaltig hergestellt wurden. Meistens finden Sie auf den regionalen Weihnachtsmärkten den schönsten, mit Liebe hergestellten Weihnachtsschmuck, den Sie in Ihre Naturdekorationen einbauen können. Doch das Meiste können Sie mit unseren Tipps selbst machen:

Naturmaterialien für Ihre Weihnachtsdekoration

Es müssen nicht immer Tannenzweige sein

Bei den Weihnachtsbäumen werden Tannenzweige bevorzugt, weil sie in unseren geheizten Räumen die Nadeln länger behalten. Doch abgesehen von Ästen anderer Nadelbäume gibt es noch viel mehr Zweige, die Ihren Adventstrauß, den Adventkranz oder das Weihnachtsgesteck zum exklusiven Hingucker machen. Wenn Sie einen Garten oder eine Terrasse haben, machen Sie mit der Gartenschere eine Runde und schauen Sie, was sich so findet. Bei uns waren das folgende Zweige für die Adventdekoration:

  • Die Thujen- und Scheinzypressen-Hecken unserer Nachbarn müssen wir jedes Jahr auf unserer Seite schneiden. Einige Zweige davon sind die Basis für einen Adventkranz oder ein Weihnachtsgesteck. Im Weihnachtstrauß machen sich die Zweige mit den kleinen Zapfen der Thujen besonders schön. Außerdem halten sie auch im Zimmer sehr lange und verlieren keine Nadeln. 
  • Die Rosen haben zahlreiche Hagebutten gebildet. Sowohl die großen der Strauchrosen als auch die kleinen der Wildrosen bringen Farbe in Ihre Dekoration
  • Der Liguster verliert seine Blätter nicht und hat jetzt auch viele blaue Beeren. Die Vögel werden es verzeihen, wenn Sie den einen oder anderen Ast abschneiden. 
  • Pfaffenhütchen machen mit ihren schönen bunten Beeren Ihre Deko ebenfalls bunter. 
  • Gerne nehme ich auch Kräuter wie Rosmarin oder Currykraut für die Weihnachtsdeko. Sie halten lange, schauen hübsch aus - vor allem das silbrige Currykraut - und sie rechen herrlich
  • Samenstände oder manche Blüten von Stauden eignen sich auch gut zum Dekorieren. Sehr hübsch finde ich den Strandflieder oder das zarte Schleierkraut. Doch auch die letzten Blüten von Lavendel oder Fetthenne machen sich gut im Adventstrauß. Wenn sie alles überwuchert, ist die wilde Waldrebe zwar ein bissl lästig, doch ihre Samenstände sind im Winter ein echtes Deko-Highlight.
  • Gräser sind das ganze Jahr eine dankbare Dekoration - auch in der Adventzeit. Schilf passt ebenfalls sehr gut, da kann es nur passieren, dass es sich während dem Dekorieren auflöst. 
  • Efeu wird auch von Blumenhandlungen gerne für die Weihnachtsgestecke verwendet. Vor allem die älteren Zweige, die schon blühen. 
  • Sehr schön machen sich auch die verschiedenen Ilex-Zweige.

Denken Sie im Sommer schon an die Adventdekoration und trocknen Sie verschiedene Sommerblumen für Ihren Adventkranz oder -strauß.

Die Zweige sind die Basis für Ihre Gestecke, Sträuße, Girlanden oder den Adventkranz. Die können Sie jetzt in Vasen, Gläsern, auf Schalen, Weidenkugeln, Strohkränzen oder Hölzern hübsch anordnen. Wo es notwendig ist, können Sie diese mit Naturbast. Jutegarn oder einem dünnen Draht befestigen. Wenn Ihre Zweige so angeordnet sind, wie Sie sich das vorstellen, können sie mit dem Dekorieren beginnen. Und auch dafür finden Sie einiges in des Natur:

  • Bockerl oder Zapfen
  • Wal- oder Haselnüsse
  • Mohnkapseln
  • Eicheln
  • Bucheckerln
  • Zierquitten
  • einzelne Hagebutten oder Beeren
  • vertrocknete Blüten von Karden, Disteln oder Hortensien
  • Treibholz, Rindenstücke, kleine Äste

Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und Sie werden staunen, wie viele Naturmaterialien Ihnen die Natur für Ihre Adventdekorationen schenkt. 

Sterne, Engel und Schneeflocken selbst gemacht

Adventdekoration ohne Sterne und Engel geht fast nicht. Aus Filz, Glas, Perlen, Nudeln, gehäckelt oder genäht - auf Kunsthandwerksmärkten finden Sie eine große Auswahl an weihnachtlicher Dekoration. Doch selbst gebastelt, macht doppelt Spaß: Einmal beim Basteln, und dann jedes Mal, wenn Ihnen jemand sagt, wie hübsch Ihr Weihnachtsschmuck ist. Sie haben zwei linke Hände? Kein Problem, online finden Sie die einfachsten Anleitungen zum Nachmachen. Alles was Sie brauchen:

Stroh, Papier, Wolle, Kleber, Bänder, Stoff, Stifte oder nachhaltige Farben. Sogar aus WC-Papierrollen können Sie in kurzer Zeit wunderschöne Sterne basteln. 

Duftende Weihnachtsdekoration

Zitrusfrüchte, Weihnachtskekse, Zimt, Bratäpfel - das sind alles Düfte, die wir mit der Adventzeit verbinden. Mit einfachen Tricks machen Sie Ihre Weihnachtsdekoration zum Dufterlebnis. 

  • Schneiden Sie Bio-Orangen oder Bio-Zitronen in dünne Scheiben und lassen Sie diese trocknen. Wenn Sie diese an der Luft trocknen lassen, kommen Sie gleich in den Genuss von köstlichem Orangenduft. Schneller geht es im Backrohr - allerdings braucht das schon einiges an Strom, bis die Orangen trocken sind. 
  • Zitrusfrüchte lassen sich auch im Ganzen trocknen bzw. können Sie aus den Schalen mit Keksausstechern verschiedene Formen basteln. Besonders hübsch wird eine Orangengirlande
  • Hübsch anzusehen und duftig sind Orangen, wenn Sie diese mit Zimtnelken schmücken
  • Binden Sie Zimtstangen zusammen und verwenden Sie diese für Ihre Dekoration oder hängen Sie sie als Dekoration dort hin, wo es gut riechen soll. 
  • Wenn Sie Ihre Weihnachtsdekoration aus Salzteig basteln, verwenden Sie gemahlene Nelken, Zimt und etwas Orangenöl
  • Äpfel eignen sich auch gut zum Trocknen. Mit etwas Zimt, Anis oder Rosmarin verströmen sie bald den typischen Bratapfelduft.

Blühende Adventzeit

In der Natur ist es den meisten Pflanzen jetzt zu kalt zum Blühen. Das bedeutet nicht, dass Sie im Wohnraum auf Blüten verzichten müssen.

  • Die Schneerosen kommen meistens erst Ende Dezember / Anfang Jänner. Doch im Blumenhandel sind sie meistens schon erhältlich. Für den Wohnraum sind sie weniger geeignet, weil sie lieber kühle Temperaturen mögen. Aber für die Terrasse, die Fensterbank oder im kühlen Gang sind sie ein blühender Lichtblick. 
  • Wenn Sie am 4. Dezember Barbarazweige schneiden und in die Vase stellen, holen Sie sich zu Weihnachten den Frühling und das Glück ins Haus. 
  • Amaryllis sind ein beliebter Hingucker in der Adventzeit. Wenn Sie die Zwiebel entsprechend pflegen, erfreut sie die hübsche Zwiebelblume jedes Jahr mit ihren beeindruckenden Blüten. 
  • Wenn Sie Ihren Weihnachtskaktus richtig pflegen, wird er sich dafür in der Adventzeit mit den schönsten Blüten bedanken. 
  • Je nach Sorte können Ihre Orchideen auch zu Weihnachten blühen. 
  • Usambaraveilchen können bei richtiger Pflege das ganze Jahr über blühen. Deshalb werden Sie auch im Dezember im Blumenhandel angeboten. 
  • Auch die Alpenveilchen oder Zyklamen blühen von September bis in den April.
Barbarazweigerl

Nachdem Weihnachtssterne meistens weit gereist sind und viele davon nach den Feiertagen im Müll landen, sind sie eine ziemliche Belastung für unsere Umwelt. Deshalb fehlt der Blumenschmuck, der jetzt in jedem Supermarkt angeboten wird, in meiner Aufzählung. Außerdem gibt es so viele Möglichkeiten, Ihr Zuhause mit schönen Naturmaterialien umweltfreundlich und nachhaltig zu dekorieren. Da fällt es gar nicht auf, wenn der Weihnachtsstern fehlt. 

Natürlich Schmuck für den Christbaum

Wenn Sie sich schon für einen nachhaltigen Weihnachtsbaum entschieden haben, dann sollten Sie auch den Christbaumschmuck entsprechend wählen. Fast alles was Sie für Advent- oder Weihnachtsdekorationen gebastelt haben, passt auch gut auf den Christbaum. Schmücken sie ihn zusätzlich mit kleinen Äpfeln oder Mandarinen. Walnüsse passen gut auf den Baum (Teilen Sie die Schale vorsichtig. Nehmen Sie die Nuss heraus und kleben Sie die zwei Hälften wieder zusammen. Dazwischen kommt ein rotes Band zum Aufhängen). Selbst gebackene und verzierte Lebkuchen sind schöner und gesünder als glitzernd verpacktes Naschwerk aus dem Supermarkt. Basteln Sie Girlanden aus Papier. Häkeln Sie Sterne aus Baumwolle ... Lassen Sie Ihrer Fantasie einfach freien Lauf. Wenn Sie erst einmal mit dem Suchen nach nachhaltiger Weihnachtsdekoration beginnen, werden die Ideen nur so sprudeln. 

Wir wünschen Ihnen eine schöne, nachhaltige Adventzeit mit duftendem und exklusivem Naturgenuss .

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