© Harald Parth

07/17/2021

Die beliebten Würstel des „Scharfen René“ gibt es nun im Supermarkt

Der „Scharfe René“ ist zu einer Würstelstand-Institution geworden. Seine beliebten Würstel gibt es nun auch im Supermarkt.

von Anita Kattinger

Irgendwann wusste der junge Koch, dass ihm das blöd Reden leichter fällt – also entschied sich René Kachlir für den Service. Nach seinen Zeiten im Bristol unter Star-Koch Reinhard Gerer, schipperte er mit der MS Europa um die Weltmeere und arbeitete für die österreichische Präsidentschaftskanzlei.

Nie wird er vergessen, wie er Johannes Paul II. den Tee kredenzen durfte. Vor 16 Jahren dachte er sich, dass man aus Würsteln doch mehr machen könnte als sie "nur umzudrehen".

Und so eröffnete er den Würstelstand "Zum scharfen René" am Schwarzenbergplatz – die Auszeichnungen zum besten Würstelstand Wiens folgten bald.

Was er so anders macht? "Das mit der Opferwurst stimmt schon. Aber statt der Opferwurst im Wasser siede ich die Würstel in einer Rindsuppe, das gibt mehr Geschmack. Ich siede auch die Käsekrainer darin, damit der Käse glatt wird. Würde man sie nur grillen, platzt die Haut auf und die Käsenoppen vom Bergkäse bleiben hart."

Fett vom Duroc-Schwein

Lange tüftele Kachlir an den Rezepten für seine Würstel, die er in zwei kleinen Fleischereien herstellen lässt: "Das Bratwürstel besteht ausschließlich aus Schweinefleisch mit einem 13-prozentigen Anteil vom Duroc-Schwein – das ergibt harmonische Geschmacksnoten. Geschmacksverstärker sind tabu. In die Käsekrainer kommt Zillertaler Bergemmentaler für würzige Aromen."

Alle Würstel sind in hauchdünnen Schafsaitling gehüllt. Seit Kurzem bietet ein großer Lebensmittelhändler Kachlirs Würstel unter dem Handelsnamen "Vom scharfen Rene" in Wiener Supermärkten an: Die Markteinführung war so erfolgreich, dass es die Produkte nun auch in niederösterreichischen Standorten gibt.

Wie es zu diesem Deal kam? "Durch einen Zufall: Investor Heinrich Prokop war bei mir zu Gast und hat drei Würstel verdrückt, dann habe ich ihn wegen einer Kooperation angehauen."

Welches Würstel am häufigsten am Würstelstand bestellt wird? „Am Abend essen die Konzert-Besucher gerne Frankfurter und Burenwurst, die Jungen bestellen Käsekrainer und die Touristen Currywurst.“ Stolz ist Kachlir darauf, dass seine Currysauce früher wegen der teuren Zutaten wie Bananencurry ein Verlustgeschäft war, mittlerweile lässt er sie von einem Delikatessenhändler produzieren: "Meine Stammgäste essen sie zu allen Würsteln.“ Sein Tipp für das perfekte Würstel zu Hause: „Regelmäßig wenden, nicht zu lange auf einer Seite bräunen."

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