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08/21/2020

Wien – Urlaub in der eigenen Stadt

Gehen Sie mit uns auf eine Erkundungstour durch die Donaumetropole, bei der Bekanntes und Unbekanntes zum Vorschein kommt.

von Gudrun Krinzinger

Warum man seinen Urlaub in Wien verbringen soll? Einerseits weil das Reisen ins Ausland mit ständig wechselnden Ein- und Ausreisebestimmungen mühsam ist. Und andererseits weil die Stadt noch nie so leer war. Keine Warteschlangen vor dem Café Central, kein Gedränge vor dem Gemälde „Der Kuss“ von Gustav Klimt, kein Gänsemarsch durch das Schloss Schönbrunn. Für Wien empfiehlt sich daher ein Sightseeing-Programm aus altbewährten Sehenswürdigkeiten und Neuentdeckungen.

 

Verborgene Gassen und versteckte Innenhöfe

Die meisten Durchhäuser findet man in der Inneren Stadt. Noch heute sind es beliebte Schleichwege, die es einen erlauben, den Arbeits- oder Einkaufsweg abzukürzen. Eine Besonderheit sind die Pawlatschenhöfe. Das Wort „pavlač“ stammt aus dem tschechischen und bedeutet offener Hauseingang. Ein besonders schöner Pawlatschenhof ist hinter dem Haustor in der Bräunerstraße 3, dem Geburtshaus Johann Nestroys, zu finden.

Führungen: Verborgene Winkel
https://www.fuehrungenwien.at/stadtfuehrungen-wien/verborgene-winkel/

 

Auf eine Melange im Café Central

An der Ecke Herrengasse/Strauchgasse befindet sich eines der berühmtesten Kaffeehäuser. Begrüßt wird man nicht nur von einem freundlichen Kellner, sondern von einer Figur Peter Altenbergs. Der Schriftsteller war neben vielen weiteren Literaten (Anton Kuh, Egon Friedell, Hugo von Hofmannsthal) Stammgast.

Café Central
Herrengasse 14, 1010 Wien

https://www.cafecentral.wien/

Es schneit! – In der Wiener Schneekugelmanufaktur

In der Wiener Schneekugelmanufaktur schneit es das ganze Jahr. Noch hat Erwin Perzy III das Rezept für den Schnee nicht an Tochter Sabine weitergegeben. Sein Großvater, der in Wien die Schneekugel erfand, verwendete in den Anfangsjahren Gries. Wer mehr über die Geschichte und den Siegeszug der Schneekugel wissen möchte, besucht das Schneekugelmuseum im 17. Bezirk oder meldet sich für eine ausführlichere Führung an.

Wiener Schneekugelmanufaktur
Schumanngasse 87
1170 Wien

https://www.schneekugel.at/

Im Globenmuseum Reisepläne schmieden

Im Globenmuseum dreht sich ebenfalls alles um eine Kugel, und zwar um die Weltkugel. Insgesamt befinden sich über 250 Globen in den historischen Räumlichkeiten des Palais Mollard im ersten Bezirk. Neben Erdgloben findet man hier auch Himmels-, Mond- und Planetengloben. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf Globen, die vor dem Jahre 1850 hergestellt wurden.

Globenmuseum im Palais Mollard
Herrengasse 9
1010 Wien

https://www.onb.ac.at/museen/globenmuseum

Runden drehen im Böhmischen Prater

Der Böhmische Prater ist so etwas wie der kleine Bruder des Wiener Prater. Der Vergnügungspark geht auf das Jahr 1882 zurück. Die Arbeiter – die meisten stammten aus Böhmen - der Ziegelwerke vergnügten sich in ihrer kargen Freizeit in einer Gastwirtschaft im Laaer Wald. Der Wirt stellte eine Schaukel und ein Ringelspiel auf und der böhmische Prater war geboren.

Im Böhmischen Prater steht das älteste Ringelspiel Europas (erbaut 1890) und die Holzraupe hat auch schon mehr 80 Jahre auf dem Buckel.

Böhmischer Prater
Laaer Wald
1100 Wien

http://www.xn--bhmischer-prater-mwb.at/

Eine Österreich-Rundreise im Belvedere

Das Belvedere lädt zu einer Rundreise durch Österreich ein. Jeden Samstag wird ein Museumsspaziergang angeboten, in dem sich alles um ein Bundesland dreht. Zusätzlich war es noch nie so einfach, die berühmten Gemälde von Klimt in aller Ruhe betrachten zu können.

Oberes Belvedere
Prinz Eugen Straße 27
1030 Wien

https://www.belvedere.at/

 

Rundumadum - Wandern in Wien

Wien ist wanderbar. Einerseits gibt es 12 gut beschilderte Wanderwege, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Andererseits gibt es den sogenannten „Rundumadum“- Wanderweg, der 120 Kilometer rund um die österreichische Hauptstadt führt. Der Wanderweg ist in 24 Etappen gegliedert.

Informationen:
https://www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/rundumadum/

Hoteltipp mit Geschichte

Um ein richtiges Urlaubsgefühl in Wien aufkommen zu lassen, empfiehlt es sich, ein Zimmer in einem Hotel zu buchen. Das Hotel Tigra liegt im ersten Bezirk an einer historischen Adresse. Der damals sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart residierte mit seinem Vater und seiner Schwester Nannerl an der Adresse, wo sich heute das Hotel befindet. Das Hotel punktet nicht nur mit seiner zentralen Lage, sondern auch mit freundlichem Personal und einem perfekten Frühstücksbuffet.

Hotel Das Tigra
Tiefer Graben 14 – 20
1010 Wien

https://www.hotel-tigra.at/

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