Fahne Österreich, Österreich Flagge

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10/23/2020

Das waren die Veranstaltungen am Nationalfeiertag 2020

Für die traditionellen Veranstaltungen am 26. Oktober gab es im Coronajahr innovative Onlinekonzepte

von Stefanie Blauensteiner

Am Nationalfeiertag, so haben wir es alle bereits in der Schule gelernt, wird die Wiedererlangung der Souveränität Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gefeiert. Mit diversen Veranstaltungen, vom nationalen Wandertag bis Militärparaden wird dieser gesetzliche Feiertag seit 1965 begangen und zur Feier des Tages im ganzen Land die Fahnen gehisst. Was wir aber in den letzten Monaten gelernt haben ist, dass in diesem besonderen Jahr alles anders ist.

Flug durch die Hofburg

Der traditionelle "Tag der offenen Tür" in der Hofburg  fand im Coronajahr virtuell statt: Per Drohnenflug und Social Media. Mittels modernster Technik konnten Interessierte dieses Jahr die Hofburg aus der Drohnenperspektive betrachten und so einen ganz exklusiven Blick in die Hofburg werfen. Denn der Flug durch die alt ehrwürdigen Gemäuer passierte nicht nur durch bekannte Räume wie das Maria-Theresien-Zimmer, in dem Regierungen angelobt werden, sondern striff auch das Dach und den Keller des Gebäudes. Van der Bellen selbst legte bei der Präsentation eine Virtual Reality-Brille an und steuerte zumindest symbolisch die Drohne durch die Räume und über den Heldenplatz.

Das Bundesheer brachte Live-Gefühl ins Wohnzimmer

Zum 25. Mal fand heuer am Nationalfeiertag die traditionelle Informations- und Leistungsschau des Österreichischen Bundesheeres statt: Diesmal – im Jubiläumsjahr – jedoch nicht wie üblich öffentlich am Heldenplatz, sondern als so genannter „Hybrid-Event“ mit Live-Berichterstattung des ORF und privater TV-Sender sowie auch virtuell unter „nationalfeiertag2020.jetzt“.

Am Heldenplatz wurden zwar wie gewohnt Rekrutinnen und Rekruten angelobt, ansonsten präsentiert sich das Bundesheer dabei unter dem Generalmotto „Wir schützen Österreich!“ mit einem speziellen, in neuester 3D-Optik gestalteten virtuellen Heldenplatz, der allen interessierten Österreicherinnen und Österreichern einen Besuch am Heldenplatz via PC, Smartphone oder Tablet ermöglichte.

Der bekannte österreichische Filmregisseur und Romy-Preisträger Stefan Ruzowitzky gestaltete dafür auch Kurzfilme über die Kernthemen der Leistungsschau sowie filmische Porträts von Soldatinnen und Soldaten, die dann auch in der Live-Berichterstattung sowie am virtuellen Heldenplatz verwendet  wurden.

Wiener Sicherheitsfest fand online statt

Das Wiener Sicherheitsfest, bei dem Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen auf dem Wiener Rathausplatz ein informatives und spannendes Programm rund um das Thema Sicherheit für die ganze Familie gestalten, fand heuer online auf Social Media statt und wurde durch eine „W24 Spezial“ Sendung auf dem Stadt-Fernsehsender W24 am 26. Oktober 2020 ausgestrahlt.

Virtueller Tag der offenen Tür im Parlament

Heuer öffnete das Parlament am Nationalfeiertag nur virtuell seine Türen: 14 Videos auf der Homepage gaben Einblick in die Parlamentsarbeit, das in Renovierung stehende historische Gebäude am Ring und ins Demokratiequartier im Palais Epstein. Außerdem konnte man sich von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) am 26. Oktober virtuell durch das Parlament führen via Video einen Blick hinter die Kulissen der Sanierung werfen, die Hofburg und das Palais Epstein erkunden.

Leistungsschau? Euterschau!

Auch wenn die traditionellen Veranstaltungen zum Nationalfeiertag dieses Jahr virtuell und online stattfanden, lohntw es sich doch, hinaus zu gehen und einen Blick in den Himmel zu werfen. Denn dort konnte es sein, dass ein Euter über Sie hinwegflog. Ja, ein Euter. Oder besser gesagt ein 3500 m3 fassender Heißluftballon in der Form eines Euters. Das Ganze ist ein Kunstprojekt der aus Vorarlberg stammenden und in Wien lebenden Künstlerin Barbara Anna Husar. Ihre „soziale Skulptur“ am Himmel stehe für „den Wertewandel im 21. Jahrhundert“, der hin zu Ressourcen- und Umweltbewusstsein geht.

Die Euter-Erhebung über Wien sollte auch eine erfrischende Abwechslung zur Leistungsschau des Bundesheeres sein. Egal, ob Sie lieber einem fliegenden Euter oder dem Bundesheer zusahen – langweilig war der Nationalfeiertag jedenfalls nicht. Er war nur anders.

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