Lust auf Österreich_Wandern für Anfänger

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09/16/2021

Der Herbst ist Wanderzeit: Wandern für Anfänger

Unsere Redaktion hat hilfreiche Tipps, die Sie für den Wanderbeginn wissen müssen.

Der Herbst ist aus vielen Gründen die ideale Zeit zum Wandern. Denn einerseits ist es nicht mehr so heiß wie im Sommer, was die Bewegung an der frischen Luft angenehmer macht. Und andererseits verfärben sich jetzt langsam die Blätter, die Natur zieht sich ihr schönstes Kleid über. Wer jetzt die Wanderschuhe schnürt, erlebt draußen ein wunderbares Farbschauspiel. Mit ein paar Tipps zum Wandern für Anfänger sind Sie bestens gerüstet und können schon bald Ihre erste Tour in Angriff nehmen.

Vorbereitung: die Wahl der Strecke

Zu Beginn jeder Wanderung steht die Auswahl einer schönen Wanderstrecke. Wählen Sie für den Anfang eine Tour, die nicht zu anspruchsvoll ist. Schließlich soll man ja die neu gewonnene Wanderlust nicht sofort wieder verlieren. Am besten eignen sich nicht zu steile Strecken, die durch abwechslungsreiches und landschaftlich schönes Gelände führt. Überschätzen Sie sich nicht – 10 gemütliche Kilometer im ebenen Gelände können in den Bergen eine Tagestour mit mehreren hundert Höhenmetern bedeuten. Wählen Sie eine gut ausgeschilderte Strecke. Unsere besten Touren-Tipps für Wanderanfänger finden Sie hier.

Beachten Sie unbedingt die Lichtverhältnisse im Herbst. Die Tage sind erheblich kürzer, Ihre Touren sollten Sie so planen, dass Sie noch bei Tageslicht an Ihrem Ziel ankommen. Am Abend zuvor empfiehlt sich ein leichtes Abendessen mit vielen Kohlenhydraten. Auch das Frühstück sollte nicht schwer im Magen liegen. Greifen Sie daher zu etwas, von dem Sie wissen, dass es Ihnen guttut und sie nicht belastet.

Vorbereitung: die Ausrüstung

Achten Sie genau auf den Wetterbericht. Beim Wandern ist es zwar gut, für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, allerdings muss man alles, was man mitbringt, auch selbst tragen. Achten Sie auf gut sitzende Kleidung, die Sie nicht einengt und in der Sie sich wohlfühlen. Je nach Wetter sind Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Regenschutz elementar. In Sachen Kleidung gilt: atmungsaktive Funktionsbekleidung hat durchaus seine Berechtigung, ziehen Sie sich im Zwiebelprinzip an. In der Regel ist diese Art von Kleidung leicht und nimmt wenig Platz im Rucksack ein, wenn man Schichten ablegt. Eng anliegende Socken verhindern Reibung; neuralgische Stellen zusätzlich mit Tapeverband abzukleben, beugt Blasen von Anfang an vor. Laufen Sie die Schuhe vor der ersten Wanderung auf jeden Fall gut ein.

Auch bei der Wahl der richtigen Schuhe kommt es darauf an, welche Route Sie gewählt haben. Im Gebirge sind knöchelumschließende Schuhe, die viel Halt geben und eine dicke Sohle haben, essenziell. Für eine Tour durch den Wienerwald reichen Trailrunningschuhe. In guten Wanderzuberhör-Shops erhalten Sie gute Beratung rund um die richtige Passform. Profi-Tipp: Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie bequeme Schuhe zum Wechseln mitnehmen. Es fühlt sich einfach himmlisch an, nach einer langen Wanderung leichtere Schuhe anzuziehen.

Ebenso wichtig wie die Schuhe ist der Rucksack. Er kann den Unterschied zwischen einer schönen Wanderung und einem Höllentrip machen. Die Schulterriemen sollten möglichst breit sein, damit sich das Gewicht des Rucksackes gut verteilt, sie müssen verstellbar sein. Ein Bauchgurt und ein Brustgurt verleihen zusätzliche Stabilität und verhindern, dass der Rucksack am Rücken scheuert. Hinsichtlich der Größe gilt es wieder, sorgfältig abzuwägen. Alles Wichtige soll rein, der Rucksack soll gleichzeitig aber möglichst leicht bleiben. Man rechnet mit einem Größenbedarf von 15 bis 35 Füllvolumen für eine Tageswanderung. Neben Wasser, Wechselsocken, Regen- oder Sonnenschutz sollte ein bisschen Platz für Desinfektionsmittel, Taschentücher und ein wenig Proviant sein.

Der richtige Proviant

Während einige Menschen bei körperlicher Belastung nicht essen können oder wissen, dass es ihnen nicht guttut, gibt es andere, die ihre Pausen mit der Wanderjause brauchen. Nach den ersten längeren Wanderungen werden Sie wissen, was Ihnen bekommt und zu welchem Essenstyp Sie gehören. Nehmen Sie sich die Zeit, sich kennenzulernen. Was der Wanderbegleitung bekommt, kann sich für Ihren Körper als zusätzliche Belastung herausstellen. Egal, zu welcher Kategorie Sie gehören: Nehmen Sie auf jeden Fall ausreichend Wasser und etwas Obst mit. Damit kommen Sie problemlos durch Wanderungen unter drei Stunden. Energydrinks, Eiweißriegel und Co. sind etwas für Leistungssportler. Greifen Sie lieber zu echten Lebensmitteln.

Wandern für Anfänger: brauche ich Stöcke?

Auch hier handelt es sich um eine Frage, deren Beantwortung von den eigenen Vorlieben abhängt. Wanderstöcke entlasten die Muskulatur und die Kniegelenke, sie helfen, im steilen und unwegsamen Gelände das Gleichgewicht zu halten und verhindern, dass die Hände anschwellen. All diese Eigenschaften können sehr angenehm sein. Während einige Menschen auf Wanderstöcke schwören, empfinden andere sie als unnötigen Ballast. Die gesundheitlichen Vorteile sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. Schließlich kommt es beim Bergabgehen zu einer Belastung der Gelenke und Muskeln im Unterkörper, die mehreren Tonnen entspricht – je nach Dauer der Tour. Wenn Sie sich für Wanderstöcke entscheiden, lassen Sie sich im Fachgeschäft zeigen, welche Länge für Sie optimal ist und wie man die Stöcke richtig benutzt. Dafür gibt es nämlich ein paar Tricks. Bei falscher Verwendung können Wanderstöcke ihre entlastende Wirkung nicht entfalten und sogar recht hinderlich werden.

Unterwegs

Einer der wichtigsten Tipps zum Wandern für Anfänger ist: haben Sie Spaß! Setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. Sie müssen nicht gleich die Gipfel der Nation erstürmen. Keine Wandermeisterin ist je vom Himmel gefallen. Wie bei anderen Sportarten auch, fällt es umso leichter, je öfter man trainiert. Steigern Sie die Dauer, die Häufigkeit und die Höhenmeter Ihrer Wanderungen langsam. Überforderung führt nur zu Frust und Verletzungen.

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