© MARTIN STOEBICH/Weingut NeueHeimat

Kulinarik

Vom Skispringen zum Weingut: Bastian Kaltenböck hebt als Winzer ab

Vom Profisportler zum Winzer: Der ehemalige Skispringer Bastian Kaltenböck übernahm ein Weingut in Gamllitz.

von Anita Kattinger

11/25/2022, 02:45 PM

Er war ein mittelmäßiger Skispringer und ein erfolgloser Erfinder – an dieser Stelle könnte die Geschichte bereits enden, tut sie aber nicht. Denn Bastian Kaltenböck ist ein ehrgeiziger, junger Mann und so übernahm der Überflieger die Weingärten seines Vaters im steirischen Gamlitz, der selbst Quereinsteiger im Weingeschäft war, verpasste dem Weingut jetzt einen neuen Namen – nämlich Neue Heimat – und macht alles ein bisschen anders.

Dass der Salzburger, der als Profisportler auf Alkohol verzichten musste, jetzt selbst Weinbauer ist, hatte er als Teenager nicht angestrebt.

Karriere
Bastian Kaltenböck kommt am 23.07.1983 in Hallein (S) auf die Welt. Die Eltern betreiben ein Nachtlokal in Bischofshofen. Der Sportler schließt ein Wirtschaftsstudium ab und hängt später einen Master in Sportmanagement dran. Als sein Vater Uli und Investor Ton Goedmakers das Weingut aufbauen, absolviert er die Weinakademie in Rust

Weingut
Auf elf Hektar rund um den südsteirischen Sernauberg baut Geschäftsführer Kaltenböck Sauvignon blanc, Burgunder, Morillon und Muskateller für das Weingut „Neue Heimat“ an

Höhepunkt

Als Jugendlicher in Bischofshofen erlebt er in den Neunzigern den Hype um Andreas Goldberger hautnah mit – auch ihn zieht die Schanze magisch an. Mit 15 kommt er auf das Internat nach Stams und tatsächlich schafft Kaltenböck den Sprung in den A-Kader, fliegt eine Saison in der Nationalmannschaft und schließt die Wintersaison 2006/2007 als 68. im Gesamtweltcup ab. Für die Spitze sollte es nicht reichen.

"Mein Ziel war so gut wie möglich zu werden, doch irgendwann war der Traum ausgeträumt und ich stellte mir die Frage, was ich will", erzählt der 39-Jährige im Interview mit dem KURIER.

Vorausschauend hatte er neben der Fliegerei ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen, also heuert Kaltenböck im Sportsponsoring an und berät junge Sportler bei Karrierefragen. Zeitgleich verwirklicht sich auch sein Vater Uli Kaltenböck, ein bekannter Nachtgastronom und Sommelier, einen Traum: Er kauft mithilfe eines befreundeten, holländischen Investors jene sechs Hektar, die noch heute bewirtschaftet werden.

Neues Leben

Immer wieder besucht der Sportmanager seinen Vater, hilft bei der Ernte mit: "Ein ganzes Sportlerleben musste ich asketisch leben und dann kommt man in die Südsteiermark, wo es gutes Essen, gute Weine gibt, und man ist empfänglich. Ich bin nach wie vor im Herzen ein Sportler, aber über die Jahre habe ich den Genuss für mich entdeckt."

Schließlich verbringt er "ein ganzes Weinjahr" am Weingut: Als Vater Uli mit 70 in Pension gehen will, übernimmt Bastian das Weingut.

Gemeinsam mit Kellermeister Christian Söll teilt der neue Geschäftsführer "den beiden Alten" mit, dass sie auf Bio umstellen wollen. Seine Vision: Elegante Naturweine, keine Schönungsmittel und möglichst unfiltriert.

"Der neue Name ist kein Marketinggag. Sie haben immer gewusst, wie guter Wein schmeckt, aber nicht, wie man ihn macht. Wir sind die Generation, die den Traum auf den Boden bringt und Verantwortung übernimmt."

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