© Volker Preusser

10/09/2020

Unterwegs auf den Wiener Stadtwanderwegen

Entlang von dreizehn gut beschilderten Wegen kann man die Naturidylle der Stadt Wien mit Wanderschuhen erleben.

von Stefanie Blauensteiner

Wandern in der Großstadt Wien? Ja, das geht – entlang der dreizehn Wiener Stadtwanderwege. Die Ausgangspunkte der gut beschilderten Routen sind alle gut mit den Öffis erreichbar. Eine weitere positive Besonderheit ist ein Wanderpass in Form einer Stempelkarte, mit der man sich nach Absolvierung jeder Wanderung einen Stempel abholen kann. Als Belohnung für gesammelte Stempel winken Wandernadeln, die man sich im Wiener Rathaus abholen kann. Nähere Informationen zur Abholung der Wandernadeln erhalten Sie hier.

Wenn das nicht Motivation genug ist, dann aber zumindest die Aussicht auf atemberaubende Ausblicke über die Donaumetropole, das Erlebnis einer Naturidylle in der Stadt, viele Heurige zur Einkehr und vor allem jede Menge Abwechslung. Gründe genug also, um die dreizehn verschiedenen Routen genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Stadtwanderweg 1

Der wohl bekannteste Stadtwanderweg führt rund elf Kilometer von Nussdorf auf den Kahlenberg. Idyllische Weingärten zieren den Weg und sorgen für ein stimmungsvolles Ambiente, das in einen traumhaften Ausblick über ganz Wien gipfelt. Zahlreiche Buschenschänken wie Mayer oder Wieninger am Nussberg, der Buschenschank Wagner, der als Wildgrube 48 bekannt ist oder der Heurige Kierlinger laden zu einer wohlverdienten Pause ein und sind sicherlich auch ein Grund für die Beliebtheit des Stadtwanderweges 1. 

Straßenbahn D Endstation Nußdorf - Zahnradbahnstraße - Beethovengang - Wildgrubgasse - Wildgrube - Sulzwiese - entlang der Höhenstraße - Sender Kahlenberg - Josefinenhütten - Eiserne Hand - Eisernenhandgasse - Kahlenberger Straße - Eichelhofweg - Eichelhofstraße - Nußberggasse - Bockkellergasse - Straßenbahn D Endstation Nußdorf

Stadtwanderweg 1a

Auch der Stadtwanderweg 1a entspringt in Nussdorf, führt allerdings rund elf Kilometer den ziemlich steilen Nasenweg hinauf den Leopoldsberg. Von dort aus geht es zum Kahlenberg und wieder zum Ausgangspunkt – die Endstation der Straßenbahnlinie D in Nussdorf.
 

Nußdorfer Platz - Donaustrandpromenade - Kahlenbergerdorf - Nasenweg - Leopoldsberg - entlang der Höhenstraße zum Kahlenberg - Kahlenberger Straße bis Abzweigung Eichelhofweg - nach Norden (zuerst Feld-, dann Waldweg) zum Waldbachsteig - Kahlenbergerdorf - Donaustrandpromenade - Nußdorfer Platz

Stadtwanderweg 2

Für die Absolvierung des Stadtwanderweg 2 geht es noch höher hinauf. Gestartet wird die rund 10 Kilometer lange Wanderung in Sievering, bis man nach circa zwei Stunden Gehzeit den Hermannskogel, den höchsten Punkt Wiens auf 542 Metern Seehöhe, erreicht. Der Rückweg über Himmel und Cobenzel rundet das Wandererlebnis ab.

Autobus 39A Endstation Sievering - Agnesgasse - Salmannsdorfer Höhe - Häuserl am Stoan - Grüass-di-a-Gott-Wirt - Hermannskogel - Jägerwiese - Bei der Kreuzeiche - Cobenzl - Am Himmel - Gspöttgraben - Sieveringer Straße - Autobus 39A Endstation Sievering

Stadtwanderweg 3

Eine Stadtflucht in den Wienerwald bietet der elf Kilometer lange Stadtwanderweg 3. Von Neuwaldegg durch den Schwarzenbergpark hin zum Schutzstand Hameau auf 464 Metern Seehöhe kann man unbekannte Pfade des 17. Bezirks erkunden. 

Straßenbahn 43 Endstation Neuwaldegg - Dornbacher Straße - Waldegghofgasse - Schwarzenbergallee - Schwarzenbergpark - Hameauweg - Hameau - Dreimarkstein - Waldrandweg - Kleeblattweg - Keylwerthgasse - Michaeler Wald - Geroldgasse - Schwarzenbergallee - Straßenbahn 43 Endstation Neuwaldegg

 

Stadtwanderweg 4

Mit einer Länge von etwa sieben Kilometern ist der Stadtwanderweg 4 etwas kürzer und hat seinen Startpunkt bei der Endstation der Straßenbahnlinie 49. Von dort aus führt er über den Dehnepark zur  frei zugänglichen und 31 Meter hohen Jubiläumswarte. Als Belohnung für den doch sehr sportlichen Aufstieg über 863 Stufen winkt ein atemberaubender Panoramablick über Wien. 

Straßenbahn 49 Station Rettichgasse - Dehnegasse - Dehnepark - Silberteich - Steinböckengasse - Satzberg - Wickengasse - Seglerweg - Waldschule - Jubiläumswarte - Kreuzeichenwiese - Steinbruchwiese - Loiblstraße - Kleibersteig - Rosental - Dehnepark - Straßenbahn 49 Station Rettichgasse

Stadtwanderweg 4a

Auf dem Stadtwanderweg kann man beginnend bei der U3 Endstation Ottakring in rund drei Stunden Gehzeit auf 10 Kilometern den 16. Bezirk abseits vom Yppenplatz erkunden. Über den Rolandweg, die Johann-Staud-Straße, die Savoyenstraße und die Wilhelminenstraße führt er hinauf zum gleichnamigen Schloss. Dort kann man sich von der ungeahnten Schönheit Ottakrings verzaubern lassen. 

 

U3-Station Ottakring - Thaliastraße - Gallitzinstraße - Funkengerngasse - Rolandweg - Johann-Staud-Straße - Pelzer Rennweg - Andergasse - Eselstiege - Savoyenstraße - Sprengersteig - Paulinensteig - Wilhelminenstraße - Kollburggasse - Erdbrustgasse - Ottakringer Straße - Weinheimergasse - U3-Station Ottakring

Stadtwanderweg 5

Kellergassentour in Stammersdorf gefällig? Der Stadtwanderweg 5 durch den 21. Bezirk macht es möglich. Am zehn Kilometer langen Weg rund um den Bisamberg sind Weinreben und weitläufige Feldwege die ständigen Wanderbegleiter. Und nach der Wanderung lohnt sich ein Umtrunk bei Stammersdorfer Heurigen wie dem Winzerhof Leopold, dem Weingut Wieninger oder dem Weinhof Reichl. 

Straßenbahn 31 Endstation Stammersdorf - Josef-Flandorfer-Straße - Luckenschwemmgasse - Liebleitnergasse - Clessgasse - Neusatzgasse - Steinernes Kreuz - Parkplatz Hagenbrunner Straße - Senderstraße - Unterer Senderrundweg - Magdalenenhof - Eichendorfhöhe - Promenadeweg Falkenberg - Herrenholz - Schießstätten - Luckenholzgasse - Clessgasse - Straßenbahn 31 Endstation Stammersdorf

Stadtwanderweg 6

Auf den circa 12,5 Kilometer langen Stadtwanderweg 6 kann man sich davon überzeugen, dass der 23. Bezirk viel Abwechslung bietet. Von Rodaun aus geht es zum Zugberg, dessen Steilheit man nicht unterschätzen sollte, über die Wiener Hütte  weiter in den Maurer Wald. Die Route bietet nicht nur Naturidylle, sondern auch beeindruckende Aussichtsmöglichkeiten.  

Straßenbahn 60 Endstation Rodaun - Ketzergasse - Willergasse - Rodauner Kirche - Zugberg (Mitzi-Langer-Wand) - Wiener Hütte - Roter Stadl - über die Eichwiese und Gütenbachtal - Jägerhaus - Antonshöhe - Schießstätte (von hier gibt es eine Abkürzung Richtung Mauer zur Straßenbahnlinie 60) - Georgenberg - Pappelteich - Kalksburger Straße - In der Klausen - Kalksburg - Mackgasse - Promenadeweg - Ketzergasse - Straßenbahn 60 Endstation Rodaun

Stadtwanderweg 7

Mit seinen fünfzehn Kilometern führt der längste der Wiener Stadtwanderwege über schöne Ecken von Favoriten nach Liesing. Beginnend bei der U1 Station Altes Landgut sollte man nach einem kleinen Spaziergang durch Favoriten eine Pause am idyllischen Butterteich eine kleine Verschnaufpause einlegen. Weiter geht es durch den Laaer Wald, den Böhmischen Prater, den Kurpark Oberlaa und entlang des Liesingbaches.

U1/Autobus 15A Station Altes Landgut - Horrstadion - Theodor-Sickel-Gasse - Laaer-Berg-Straße - Urselbrunnengasse - Laaer Wald - Böhmischer Prater - Löwygrube - Amarantgasse - Goldberg - Kurpark Oberlaa - Mittelweg - Rotes Kreuz - Unter-Laaer Straße - Liesingpromenade - Per-Albin-Hansson-Straße - Holeyplatz - Heuberggstätten - U1/Autobus 15A Station Altes Landgut

Stadtwanderweg 8

Der Ausgangspunkt des Stadtwanderweges ist als einziger nicht mit den Wiener Linien, dafür aber mit dem Bus 450 von Hütteldorf aus erreichbar. Die elf Kilometer Wanderung führt von der Mostalm zur Sophienalpe und hinab vorbei am Laudon-Grab und dem Laudon’schen Forsthaus, in dem Schriftsteller Heimito von Doderer 1896 das Licht der Welt erblickte.

Postbus 450 Station Kasgraben - Greutberg - Mostalm - Franz-Karl-Fernsicht - Sophienalpe - Abzweigung Kolbeterberg - Laudon-Grab - Postbus 450 Station Kasgraben

Stadtwanderweg 9

Für die dreizehn zu absolvierenden Kilometer des Stadtwanderweges durch den Prater sollte man rund drei Stunden einplanen. Startpunkt ist am Praterstern, dann geht es weiter über die Hauptallee, die Wasserwiese und die Sulzwiese  bis zum Lusthaus. Ab dann wird die Landschaft etwas wilder, man gelangt durch den urbanen Dschungel des äußeren Praters auf die Aspern-Allee und die versteckte Wallfahrtskirche Maria Grün, bis man über die Krebsenwiese und den Konstantinhügel wieder an den Ausgangspunkt gelangt.

Bahnhof Praterstern - Hauptallee - Rustenschacherallee - Stadionallee - Wasserwiese - Lusthaus - Poloweg - Krebsenwasser - Hauptallee - Oberes Heustadlwasser - Liliputbahn - Konstantinhügel - Bahnhof Praterstern

Stadtwanderweg 10

Die Donaustadt ist ein sehr vielseitiger Bezirk – das beweist der Stadtwanderweg 10. Rund sieben Kilometer lang wandert man entlang von Äckern und Feldern und kann Flora und Fauna genießen.   

Die Wanderung führt über einen neu gestalteten Fußweg Richtung Rautenweg zu den ehemaligen Paxteichen im Norbert-Scheed-Wald. Weiter geht es an der Rückseite der Deponie Rautenweg umgeben von Natur, Feldern und Hagebuttensträuchern. Der Rückweg führt entlang des rundumadum-Wanderweges durch herrliche Naturlandschaft zum Paischerwasser und weiter zum Ausgangsort.

 

Stadtwanderweg 11

Der letzte Stadtwanderweg ist besonders spannend, wenn man in die Geschichte des Wiener Gemeindebaus eintauchen möchte. Der Urbane Gemeindebau-Wanderweg führt durch grüne Parks und Innenhöfe von Gemeindebauten, bis man beim Amalienbad herauskommt.

  1. Bruno-Kreisky-Park
  2. Haydnhof
  3. Leopoldine-Glöckel-Hof
  4. Reumannhof/Metzleinstalerhof
  5. Herweghhof/Julius-Popp-Hof
  6. Leopold-Rister-Gasse 5 (Matzleinsdorfer Hochhaus)/Theodor-Körner-Hof
  7. Julius-Ofner-Hof
  8. Zürcher-Hof
  9. Amalienbad

Von atemberaubenden Aussichtspunkten, geselligen Heurigen und Buschenschanken, idyllischer Natur und dem Eintauchen in Wiener Stadtgeschichte – die dreizehn Wiener Stadtwanderwege bieten für jeden Geschmack etwas. Es lohnt sich also, die Stadt in Wanderschuhen zu erkunden und ungeahnt schöne Plätze zu entdecken. 

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