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05/19/2021

Über den Dächern von Wien: So cool wird das neue Neni

Am 2. Juni eröffnet die Familie Molcho ihre größte Neni Depandance in der Superbude im Prater.

von Anita Kattinger

Zehn Jahre nach der Eröffnung am Naschmarkt und dem Aufbau einer internationalen Marke mit Standorten in Berlin und Mallorca eröffnen Haya Molcho und ihre Söhne Elior, Nuriel und Ilan ihr drittes „Neni“ (ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der Namen ihrer vier Söhne) in Wien mit Blick über das Riesenrad.

Die Familie ging mit dem Betreiber der Hamburger Hotelkette Superbude ein Joint Venture ein – für das Restaurant im siebenten Stockwerk des Hotels trägt sie die Verantwortung. Am 19. Mai zieht die Küchenbrigade ein, wenige Tage später soll für Familie und Freunde eröffnet werden. Startschuss: 2. Juni.

Die Familie entschied sich für ein schlichtes Design mit Roland-Rainer-Sesseln, gedeckten Tönen und viel Raum – nicht zuletzt auch, um den Gästen ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Von einem verbesserten Neni will Haya Molcho nicht sprechen, lieber von einem "Traum", von einem "Neni hoch Zwei".

"Wir wollen hier Tel Aviv rein bringen. Wir werden viel mit Feuer arbeiten. Wir haben hier eine große Küche, eine Bäckerei, einen Holzkohlengrill – das könnten wir nie am Naschmarkt machen, den Platz haben wir dort nicht."

Über die Investitionshöhe wird Diskretion gewahrt, nur so viel: Alleine die Küche kostete mehr als eine halbe Million Euro.

Sauerteig-Pizza, Focaccia und selbst gesmoktes Pastrami

Die Gastronomin warb von Gragger & Chorherr die talentierte Bäckerin Julia Pimingstorfer ab, die zuvor schon im E5 Bakehouse in East London werkte. Mit steinvermahlenen, regionalen Mehlsorten der Dyk-Mühle setzt die Bäckerin auf Gebäck aus Weizensauerteig.

Pizza, Focaccia, Bagel im Jerusalem-Style, Babka oder das jüdische Festtagsgebäck Challah zieren die Speisekarte.

"Der Trend geht weg vom schnellen Brot mit viel Germ. Wir backen mit Sauerteig und setzen auf lange Teigführung mit 12 bis 18 Stunden, der Pizzateig ruht sogar 24 Stunden. Eine Sauerteig-Pizza wird bekömmlicher, hat aber auch mehr Aroma und wird durch den Sauerteig länger haltbar."

Küchenchef Andy Barotanyi wirft am Wochenende drei Griller an und setzt auf selbst gesmoktes Pastrami und gegrillte Meerbrasse (das Fleisch kommt von Höllerschmid, Fisch von Eishken Estate): "Frühstück am Wochenende hat bei uns einen hohen Stellenwert. Alle Köche werden auch für das Frühstück zuständig sein. Wir werden unseren Brunch mit Besonderheiten wie Fisch im Ganzen anbieten – Gerichte, die sich zum Teilen eignen."

Derzeit wird kräftig eingelegt: Das Gemüse stammt von den familieneigenen Feldern im rumänischen Arad.

Feierlaune mit kleiner Cocktail-Karte und Wein-Raritäten

Neben der großen Terrasse, die sich auch bei Regen nutzen lässt, wollen die Söhne mit Partystimmung punkten. Eine Mischung aus orientalischer Musik, Jazz oder Hip Hop, eine kleine Cocktail-Karte sowie eine eindrucksvolle Weinkarte mit Raritäten soll für eine Stimmung wie in Tel Aviv sorgen.

Eine fixe Tanzfläche soll es nicht geben – Haya Molcho wünscht sich, dass die Gäste nach dem Essen auf den Tischen tanzen.

Die Söhne schmunzeln: "Es wird eine Entwicklung sein, vielleicht passieren hier verrücktere Dinge, als wir uns vorstellen können. Unser Vorteil: Wir haben keine Nachbarn und man kann ein Zimmer zum Übernachten buchen."

Elior, Nuriel und Ilan: "Wir wollten, dass unsere Mutter ihre Feuerküche bekommt. Unser Traum war eine Rooftop-Location."

Info: Neni am Prater im Hotel Superbude, Perspektivstraße 8, 1020 Wien, Eröffnung Mitte Mai, genaue Öffnungszeiten folgen

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