Das Haus Dellacher

Das Haus Dellacher

© Rainer Schoditsch

Rund ums Reisen

Übernachtung mit Panoramablick: Hideaways und architektonische Highlights

Adolf Loos, Raimund Abraham und Elmar Ludescher: Diese namhaften Architekten gestalteten ästhetisch beeindruckende Hideaways, in denen man übernachten kann.

von Werner Rosenberger

09/18/2023, 09:20 AM

Ob Stars der Baukunst wie Frank Lloyd Wright, Stefano Boeri oder Piet Blom: Wenn Bauwerk zum Kunstwerk wird, ist das Fans schon eine Reise wert. Auf Airbnb werden sogar einige der architektonischen Schmuckstücke vermietet.

Auch in Österreich kann man in von namhaften Architekten gestalteten schönen Unterkünften übernachten, u. a. im Haus Dellacher in Oberwart, einem Frühwerk des österreichisch-amerikanischen Architekten Raimund Abraham (1933–2010), international bekannt vor allem durch seinen radikal modernen Entwurf für das Österreichische Kulturforum in New York.

Modern und eigensinnig

Die in einem Landschaftspark am Stadtrand von Oberwart schmale, aus mehreren Kuben symmetrisch angelegte weiße Villa in Hang- und Waldrandlage, Baujahr 1969, gilt als eines der bedeutendsten Baudenkmäler Österreichs.

„Das ist kein modernistisches Haus mit sehr viel Glas und ganz dünnen Platten ... Es ist eigentlich ein introvertiertes Gebäude, das in einer wunderschönen landschaftlichen Situation steht“, erklärte der Publizist Otto Kapfinger. „Es hat auch gewisse Elemente der burgenländischen Hofhäuser, mit zweigeschoßigen Arkaden und dem weißen Putz, aber das ist in einer sehr modernen, eigensinnigen Weise umsetzt.“

Der gegenwärtige Eigentümer, Architekt Johannes Handler, hat im Zuge der Sanierung 2016 den Garten mit moderner Kunst – Skulpturen von Ulrike Truger – ergänzt. Er wollte, dass das Haus für bis zu sechs Personen mit Pool wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist: Führungen (nach Voranmeldung) und Buchungen für Aufenthalte sind möglich.

  • zwischen 1965 und 1969 nach den Entwürfen des Architekten Raimund Abraham für den Fotografen Max Dellacher in Oberwart errichtet
  • das Objekt steht unter Denkmalschutz und ist eines der wichtigsten österreichischen Baudenkmäler

Haus Dellacher
Grazerstraße 169
7400 Oberwart


www.dasdellacher.at

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Looshaus am Kreuzberg

Adolf Loos plante für die Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald am Semmering 1911 ein Internat für 200 Schüler und 1913 ein Hotel. Beides wurde nie realisiert. Aber noch weitgehend im Original erhalten ist die von Loos 1930 für den Lebensmittelfabrikanten Paul Khuner errichtete Sommerfrischevilla am Kreuzberg bei Payerbach, „heute eine Kombination aus Landgasthaus mit guter Küche und Architekturmuseum mit Patina“.

Die Großmutter der heutigen Besitzer holte das Baujuwel 1959 aus dem Dornröschenschlaf. Seit 1963 steht das Landhaus aus dunklem Holz mit Sockel aus Stein und grünen Fensterläden unter Denkmalschutz.

Loos’ Maxime war: „Baue nicht malerisch. Überlasse solche Wirkung den Mauern, den Bergen und der Sonne.“

Um das Innen und Außen durchlässig zu gestalten, bekam die große, längsförmige Halle, die als Zentrum über zwei Stockwerke ausgerichtet ist, an der Nordfassade eine große Glasfront – mit Ausblick auf die Voralpenlandschaft, Raxalpe und Schneeberg. Über eine enge Treppe und die Galerie oberhalb des Speisesaals geht’s zum Zimmer. Das alte Haus, die schlichte, aber visionäre Architektur, die Lage, die gute Küche – sie können begeistern.

  • das Hotel-Restaurant Looshaus ist ein Haus aus Holz in den Bergen
  • es bietet einen schönen freien Blick in die Natur

Looshaus
Kreuzberg 60
A-2650 Payerbach

www.looshaus.at

Das Restaurant Looshaus am Kreuzberg in Payerbach

180-Grad-Panorama: Haus am Felsen von Elmar Ludescher in Bregenz

Ein Haus am Felsen, fast schwebend mit ovaler Öffnung im Vordach für den Blick in den Sternenhimmel, hat Elmar Ludescher ursprünglich für sich und seine Familie über der Bregenzer Oberstadt gebaut.

Der Architekt als Bauherr war fasziniert von „der wunderbaren Laubfärbung im Herbst“ am Mildenberg, „den schneebedeckten Schweizer Bergen im Winter oder dem Weißenreutebach mit seinen Fischen, die man springen hört“. Fast wie im „erträumten Baumhaus“ geht’s hier ums Fühlen, Riechen und Barfußlaufen.

Den Kontrast zum Glas bildet das massive, unbehandelte Holz. Das Domizil mit offenem Kamin terrassenseitig ist in astreiner Weißtanne ausgekleidet. Das Innere „verändert sich mit den Jahreszeiten. Unterschiedliche Situationen schafft ein Lamellenvorhang aus Holz, der das Licht filtert und gleichzeitig Sicht- und Windschutz ist“, so Ludescher. Durch das geschickte Inszenieren unterschiedlichster Raumkonstellationen entsteht ein spannendes Ambiente. „Ein Segeltuchvorhang macht die Terrasse zum Sommerzimmer. Schließt man die Augen, fühlt man sich wie auf einem Segelboot.“

www.ludescherlutz.at

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