© Grossglockner.at / Eudardo Gellner

Rund ums Reisen
09/16/2022

Österreichs höchste Aussicht – die Großglockner Hochalpenstraße

Die hochalpine Gebirgsstraße verbindet die Bundesländer Salzburg und Kärnten und ist ein echtes Naturerlebnis. Ein Reisebericht.

Seit Jahren war sie auf meiner Bucketlist, der Liste der Dinge, die ich unbedingt erleben möchte und jetzt bin ich sie gefahren: was für ein Natur-Erlebnis, interessante Geschichten inklusive und natürlich Bilder – von der höchsten Aussicht und von der Pasterze.

Ein kleiner Wertmutstropfen ist dabei: der Gletscher schmilzt, in dramatischem Tempo und so schön die Natur am Großglockner ist, sie ist nicht mehr unberührt durch die Hochalpenstraße. Aber vielleicht hilft das Naturerlebnis, dass wir unsere Berge, die Natur wieder mehr schätzen. Interessant gestaltete Stationen machen die Großglockner Hochalpenstraße zu einem Ganztags-Erlebnis für die ganze Familie. Mein persönlicher Tipp, am darauffolgenden Tag nochmals am späten Nachmittag oder frühen Abend rauf fahren. Das geht mit einer geringen Aufzahlung zur Tageskarte vom Vortag. Sie sind dann fast ganz alleine und können die Abendstimmung und den Sonnenuntergang genießen.

Zur Geschichte der Hochalpenstraße

Der Weg über die Berge war schon vor 3.500 Jahren eine Herausforderung. Kelten und Römer hatten Handelsverbindungen und Menschen wagten den Weg über das 2.504 m hohe Hochtor als Nord-Süd-Verbindung. Begehrte Waren aus dem Süden wie Gewürze, Stoffe und Edelsteine wurden über den gefährlichen Bergpfad transportiert, um im Gegenzug Metall oder Pelze zu erhalten. Eine sehenswerte Ausstellung am Scheitelpunkt der Hochalpenstraße, am Hochtor, berichtet von dieser Zeit inklusive Fundstücken wie römischen Münzen oder einer bronzenen Statuette, die beim Bau von Arbeitern gefunden wurde.

Warum wurde diese Straße gebaut? Es gab mehrere Beweggründe. Man suchte nach dem Ende des Habsburgerreiches und dessen Zersplitterung im Ersten Weltkrieg nach Identifikationsprojekten für das Land, dem niemand so recht Erfolg zutrauen mochte. Außerdem war die Arbeitslosigkeit groß und der Fremdenverkehr stand am Beginn. Eine spektakuläre Alpenstraße sollte durch Mautgebühren und Urlaubsaufenthalte Geld in die Kassen spülen. Ein eigenes Auto zu haben, war ein luxuriöses Vergnügen von Wohlhabenden und man hoffte, mit diesen Geschäfte zu machen.

Geplant wurde der Straßenbau von Franz Wallack und gemeinsam mit der Durchsetzungskraft des damaligen Salzburger Landeshauptmannes Franz Rehrl wurde das Projekt umgesetzt. Am 30. August 1930 wurde mit der ersten Sprengung der Bau der Alpenstraße begonnen, bis zu 4000 Mann haben mitgearbeitet und nur 5 Jahre später, am 3. August 1935, wurde die Großglockner Hochalpenstraße  feierlich eröffnet.

Erlebnis für alle Sinne

Bis heute ist die Straße ein Besuchermagnet, eine der großartigsten hochalpinen Landschaften Europas ist für jedermann erreichbar. 48 Kilometer mit 36 Kehren führen durch grüne Bergmatten, bunte Blumenwiesen, felsiges Geröll, Eis und Schnee. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer, spektakulärer Ausblick. Es lohnt sich stehenzubleiben, dem Rauschen von Wasserfällen zu lauschen und nach Murmeltieren Ausschau zu halten. Und der größte Augenblick ist, wenn er auftaucht: seine Majestät, der Großglockner, die Pasterze, der Gletscher. Mit 3.798 m überragt er die gesamte Region und ist gleichzeitig der höchste Gipfel von Österreich.

Entlang der Hochalpenstraße warten spannende Infopunkte, Ausstellungen, Museen sowie Themen- und Panoramawege darauf, entdeckt zu werden. Der Pflanzenlehrweg „Welt der Flechten im Hochgebirge“ eignet sich zum Beine vertreten. Eine grandiose Aussicht mit 360-Grad-Panorama gibt es auf der Edelweiß-Spitze, erreichbar über eine Stichstraße, die von der Hauptstraße abzweigt, Unglaubliche 30 Dreitausender – und sogar die Nordflanke des Großglockners – liegen als Panorama vor einem. Am Hochtor, dem Scheitelpunkt und Landesgrenze, geht es durch einen Tunnel und bis in den Hochsommer liegt hier normalerweise Schnee – Zeit für eine Schneeballschlacht.  Nach dem Tunnel verändert sich die Landschaft, bunte Blumenwiesen, hellgrüne oder goldfarben leuchtende Lärchen, umwerfende Panoramen Richtung Süden erfreuen das Auge.

Zwei Wege zum Ziel

Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet Salzburg und Kärnten. Egal wo Sie das individuelle Vergnügen starten – an der Mautstelle Ferleiten in Salzburg oder Heiligenblut in Kärnten, die beste Sicht auf den schneebedeckten Großglockner und die etwa 8 km lange Gletscherzunge Pasterze gibt es am Höhepunkt der Fahrt – am Aussichtspunkt Franz-Josefs-Höhe, den der Habsburgerkaiser einst selbst besuchte. Hier starten diverse Wanderwege und es gibt viel, fast zu viel, touristische Infrastruktur wie Parkhaus, Besucherzentrum, Aussichtswarte und Gastronomie. Nochmals mein Tipp, am 2. Tag am späten Nachmittag wiederkommen, ab 17 Uhr ist alles geschlossen und Sie sind fast alleine – mit dem Gletscher, den Bergdohlen und ein paar Murmeltieren. Es lohnt sich!

 

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