Natur erleben im Winter

© Andrea Rammel

Outdoor & Sport

Natur erleben im Winter - Tipps für die ganze Familie

Wenn der Winter die Natur in sein weißes Kleid hüllt, haben Pflanzen, Insekten und viele Tiere Winterruhe. Dafür locken Schnee, Eis und so manche Vierbeiner.

08/24/2022, 11:21 AM

Wenn dann endlich der erste Schnee fällt, ist der Winter endgültig angekommen. Die vorher oft graue und farblose Landschaft leuchtet in glitzerndem Weiß. So macht Winter Spaß und vor allem die Kleinen können es nicht erwarten, die weiße Pracht zu genießen. Und egal, wo in Österreich Sie zuhause sind, dafür braucht es nicht viel:

Schneemann bauen

Ob viel oder wenig Schnee - ein Schneemann geht immer. Ob groß oder klein, dick oder dünn - Schneemann bauen macht einfach Spaß. Nicht nur den Kindern - probieren Sie es einfach einmal aus. Schnee ist keine Selbstverständlichkeit. In Kapstadt zum Beispiel schneit es sehr selten. Wenn es dann doch einmal Schnee gibt, setzen sich manche Autofahrer einen Schneemann auf die Kühlerhaube und fahren damit spazieren. 

Es muss nicht immer ein Schneemann sein. Schneefrau hat sich bereits emanzipiert, Tiere, Schneeburgen - Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur die Schneemengen begrenzen Sie. 

Schneemann bauen

Eine ganz einfache Figur, die richtig viel Freude macht, ist der Schnee-Engel. Einfach in den Schnee fallen lassen und mit den Armen die Flügel in den Schnee schlagen. Dafür braucht es allerdings schon ein bisschen mehr Schnee. 

Schneeball-Schlachten funktionieren mit viel Schnee auch besser und können richtig lustig sein. Allerdings sollten Sie dazu auf eine Wiese, in den Wald oder in einen Park gehen, damit keine Fensterscheiben kaputt gehen oder ein verirrter Schneeball Passanten oder Autos trifft. 

Schneefreude

Rodeln

Eigentlich reicht ein Plastiksackerl, um den Hügel ums Eck runterzurutschen. Doch erstens sind diese schlecht für die Umwelt und zweitens rutscht es sich mit einer Rodel, einem Bob oder einem Rutschteller doch viel besser und schneller. Der Hügel ums Eck hat den Vorteil, dass man nicht so lange und weit gehen muss, bis das Rutschvergnügen wieder beginnt.

Bei längeren Rodelstrecken kann der Aufstieg schon etwas mühsamer sein, aber das Aufsteigen hält fit. Für längere Naturrodelbahnen braucht es eine Rodel mit Lenk-Riemen, Bobs sind dafür nicht geeignet. Da die Naturrodelbahnen meistens gut frequentiert sind, heißt es aufpassen, damit niemand verletzt wird. Gehen Sie beim Aufstieg am Rand der Rodelbahn und bleiben Sie nicht an unübersichtlichen Stellen stehen. Je steiler und glatter eine Rodelbahn ist, umso schneller geht es nach unten. Wählen Sie für Ihr Kind die passende Rodelbahn. 

Voll auf das Rodelvergnügen können Sie sich auf den Rodelbahnen mit Lift konzentrieren. Hier sparen Sie sich den mühsamen Aufstieg und das Rodelvergnügen ist meistens länger. Ober Naturrodelbahn oder doch eine mit Lift - hier finden Sie eine Rodelbahn in Ihrer Nähe

Vor allem für die Kleinen muss es allerdings nicht immer bergab gehen. Sie lassen sich auch gerne durch den verschneiten Winterwald ziehen. 

Winterwandern

Wenn Sie gerne Wandern, brauchen Sie auch im Winter auf die Bewegung in der frischen Luft nicht zu verzichten. Wie bei jeder Wanderung ist auch im Winter die richtige Bekleidung wichtig. Vor allem die Schuhe sollten Sie an die winterlichen Verhältnisse anpassen. Von Gamschen, über Schneeschuhe bis zu Grödeln - Schneeketten für die Füße - reicht das Angebot. Wofür Sie sich entscheiden, hängt von den Schneemengen ab. Und auch davon, ob Sie Ihre Winterwanderung an einer belebten Strecke machen oder lieber die winterliche Ruhe genießen wollen. 

Bei der Bekleidung ist Zwiebellook angesagt. Bei einer Winterwanderung kann es auch bei Minustemperaturen ziemlich warm werden. Da ist es gut, wenn Sie eine Schicht ablegen können. Im Schatten oder beim Bergabgehen wird die Kleidung wieder den Temperaturen angepasst. 

Genauso wichtig, wie die Bekleidung ist die Versorgung. Während Sie sich im Sommer an den verschiedensten Hütten stärken können, sind Sie im Winter meistens auf sich selbst gestellt. Ausreichend Proviant und vor allem auch Getränke - am besten Tee in der Thermoskanne - sollten Sie auf jeden Fall dabei haben. Und nachdem auch die Wintersonne ganz schön kräftig sein kann, den Sonnenschutz nicht vergessen!

Winterwandern

Schneeschuhwandern

Eine kleine Wanderung mit Schneeschuhen ist ein lustiges Erlebnis für die ganze Familie. Auch für Kinder gibt es Schneeschuhe. Planen Sie für Ihre erste Schneeschuhwanderung keine lange Strecke ein. Es ist anstrengender, als man auf den ersten Blick vielleicht denken mag. Ob im Mostviertel, in den Wiener Alpen, im Bregenzerwald oder in der Steiermark - eine Schneeschuhwanderung ist ein bezauberndes Naturerlebnis, das Sie fit hält. 

Eislaufen

An einem zugefrorenem Naturteich Eislaufen ist ein kleines Abenteuer, das richtig böse enden kann. Nur auf richtig dick zugefrorenen Teichen sollten Sie sich aufs Eis wagen. Prüfen Sie die Festigkeit am Rand - da darf sich wirklich nichts bewegen! Vermeiden Sie dunkle Eisflächen, da ist das Eis zu dünn. Achten Sie auch auf eingefrorene Äste oder andere Hindernisse, über die Sie stolpern könnten. Besser und vor allem sicherer ist es, wenn Sie auf behördlich freigegebenen Natureisflächen diesem sehr gesunden Vergnügen nachgehen. Eislaufen ist gut für die Ausdauer, die Beweglichkeit, den Gleichgewichtssinn und trainiert Ihre Muskulatur. Und es macht groß und klein richtig Spaß. Der Weißensee ist zwar angeblich der schönste Natureislaufplatz Österreichs, aber es gibt auch bestimmt in Ihrer Nähe eine zugefrorenen See. 

Naturausflug mit Mehrwert

Machen Sie den Spaziergang im Winterwald zum Erlebnis. Im Schnee kann man gut erkennen, dass der Wald tatsächlich bewohnt wird. Wem gehören die Spuren im Schnee? Wenn Sie sich selbst unsicher sind - es gibt schon Apps, die Ihnen sagen, welches Tier die Spur hinterlassen hat. Erfahren Sie gleich noch mehr über den entdeckten Waldbewohner. So macht wird das Kennenlernen der Natur richtig spannend. 

Die meisten Nationalparkzentren haben zwar Winterruhe. Naturerlebnisse werden dennoch angeboten. So können Sie zum Beispiel im Nationalpark Donauauen Spuren im Biberrevier suchen oder mehr über die gefiederten Wintergäste in den Donau-Auen erfahren. Die Themenwanderungen sind unterschiedlich lang und sehr informativ. Die Wanderung zu den Seeadlern habe ich schon gemacht. Wir haben tatsächlich die majestätischen Vögel gesehen. Und vor allem wirklich viel über die langsam wieder heimischen Raubvögel erfahren

Seeadler im Nationalpark Donau-Auen

Auch in den anderen Nationalparks wie Neusiedlersee, Gesäuse und Kalkalpen werden unterschiedliche Naturerlebnisse angeboten. In den Nationalparks Kalkalpen und Hohe Tauern werden zum Beispiel auch Schneeschuhwanderungen angeboten. Wenn Sie mit Freunden oder Familie einen informativen Naturausflug machen wollen, können Sie auch Ihren persönlichen Nationalpark-Ranger buchen. Das Thema können Sie sich dann aussuchen. 

Tiere im Winter erleben

Manche Insekten können Sie auch an warmen Wintertagen beobachten, aber üblicherweise überwintern sie gerade auf unterschiedlichste Art und Weise. Viele der Sing- und Wasservögel überwintern in wärmeren Gefilden. Andere Vögel, wie zum Beispiel die Krähen, kommen zum Überwintern zu uns. Doch vor allem einige der Gartenvögel bleiben hier. Es macht Freude, sie am Vogelhäuschen zu beobachten. Mit dem passenden Futter und etwas Geduld haben Sie bald Hochbetrieb an der Futterstelle. Vom 6. - 9. Jänner heißt es dann Vögel beobachten und zählen. An diesem Wochenende findet die jährliche Stunde der Wintervögel statt. Das Beobachten und Zählen der Vögel macht auch den Kleinen Spaß und es gibt auch Preise zu gewinnen.    

Tiere in freier Wildbahn

Wenn die Sträucher keine Blätter haben, können sich die Waldtiere nicht so gut verstecken. So kann es schon einmal vorkommen, dass Sie bei Ihrem Waldspaziergang Rehe entdecken oder einen Hasen über eine Wiese hoppeln sehen. Weniger beliebt sind die Wildschweine, die vielleicht Ihren Weg kreuzen. Doch keine Angst, wenn Sie die Tiere nicht erschrecken, tun sie Ihnen nichts. 

Vor allem in Parks und an kleinen Gewässern erfreut sich das Füttern von Schwänen und Enten großer Beliebtheit. Leider werden dafür viel zu oft noch altes Weißbrot oder Semmeln genommen. Beides ist für Menschen nicht die gesündeste Ernährung. Für Wasservögel können aufgeweichte, verschimmelte Brotstücke und andere Speisereste tödlich werden. Einerseits weil sie daran ersticken. Andererseits, weil sie mit der Nahrung nicht genügend Nährstoffe aufnehmen. Im Normalfall überleben die Tiere auch ohne Fütterung. Doch vor allem für Kinder ist das Füttern von Enten und Schwänen ein faszinierendes Ereignis. Doch bitte füttern Sie das richtige Futter: Mais, Getreidekörner, Getreideflocken, Salat oder Entenfutter. Die Eulen- und Greifvogelstation kümmert sich um verwaiste und verunglückte Wildtiere und hat Tipps für die richtige Fütterung von Enten und Schwänen für Sie. 

Nicht ganz in freier Wildbahn leben die Konik-Pferde im WWF-Naturreservat Marchegg. Doch sie haben eine ziemlich große Weide, durch die ein Weg führt. Mit etwas Glück können Sie die schönen Wildpferde fast hautnah erleben. Tipps für Ihren Ausflug in das Naturreservat finden Sie in unserem Blogbeitrag. Mit etwas Glück können Sie bei Ihrem Winterspaziergang auch einen Eisvogel beobachten. 

 

Konik-Pferd in Marchegg

Naturerlebnisse mit Alpakas, Wölfen und Huskys

Bei einem Spaziergang mit einem Tier erfahren Sie mehr über das Tier. Möglicherweise erfahren Sie auch mehr über sich. Während Alpakas als die niedlichen Begleiter gelten, begegnet man Wölfen schon mit mehr Respekt. Und dennoch ist ein Besuch bei den Wölfen in Ernstbrunn eine bleibende Erinnerung. 

Huskys sind zwar den Wölfen sehr ähnlich. Doch bei einem Fotoworkshop habe ich die schönen Hunde als richtige Kuscheltiger erlebt. Ob bei einem Spaziergang oder bei einer Schlittenfahrt - es ist richtig spannend mehr über die Tiere mit den unterschiedlichen Augen mehr zu erfahren. 

Tierparks, Zoo und Wildparks

In freier Wildbahn erleben Sie die Tiere im Gehege natürlich nicht. Doch ein Besuch im Tierpark oder im Zoo ist auch sehr lehrreich. Und auch für die Kinder immer wieder ein abwechslungsreiches Programm. Zu einem besonderen Moment wird der Tiergarten-Ausflug, wenn die Tiere gefüttert oder hautnah erlebt werden dürfen. Im Tierpark Buchenberg können Sie zum Beispiel einen Besuch bei den Waschbären buchen. Und einen Streichelzoo gibt es fast in jedem Tierpark. 

Ein Zoo ist vor allem auch bei Schlechtwetter eine gute Wahl für ein Naturerlebnis. Reptilienzoos, das Haus des Meeres, Aqua-Zoos - hier können Sie die Tiere besuchen, ohne dabei zu frieren. 

Felsenpinguin in Schönbrunn

Wofür Sie sich auch entscheiden. Planen Sie Ihren Winterausflug. Lokale oder Imbiss-Stände sind oft geschlossen. Vergessen Sie daher nicht, ausreichend Proviant mitzunehmen. Die passende Kleidung ist auch wichtig. Und gerade beim Ausflug in die Natur ist es wichtig, darauf zu achten, wann die Sonne auf bzw. untergeht. Sicherheitshalber lohnt es sich, eine Taschenlampe einzustecken. Richtig vorbereitet steht Ihrem Naturerlebnis im Winter nichts mehr im Weg. 

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