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Oberösterreich
08/29/2022

Kulturbereicherung mit Musik in Linz

Genießen Sie das Bruckner Orchester, das nicht nur im Brucknerhaus spielt, sondern in ganz Europa bekannt ist.

Liegt Linz in Österreich? Liegt es überhaupt auf der Erde? Das lässt die neue Tourismuskampagne des Linz Tourismus offen, denn darin ist die Stadt ein eigener Planet. Wer 2022 dort als Tourist ist, ist eigentlich Astronaut und erforscht Orte aus einer anderen Welt wie die Insel der Zukunft oder das Tal der Klänge. Nicht das Auto bringt ihn nach Linz, sondern eine Rakete – ob sie aus dem Stahl von voestalpin ist?

Immerhin gehört der kantige Koloss der voestalpin Stahlwelt zu Linz wie die Donau. Sowohl von außen mit seiner glatten Stahlfassade als auch innen mit seinen futuristischen Metalltropfen, die von der Decke hängen. Außerirdisch wie die Stahlwelt gibt sich auch das Brucknerhaus an der Donau: die wie ein UFO gewölbte Fassade öffnet sich zum Fluss hin mit riesigen Fenstern. Am Nachmittag glänzt die des Orchesters, das hier spielt: Das Bruckner Orchester ist europaweit bekannt und spielt nicht nur im Brucknerhaus.

Schutzpatron

Haus und Orchester haben mehr gemeinsam als ihr Metall – sie verbindet ihr Namensgeber Anton Bruckner. Man könnte ihn den musikalischen Schutzpatron des Planeten Linz nennen, immerhin widmen die Linzer ihm jährlich ein Musikspektakel. Das Brucknerfest findet seit 1974 zwischen dem Geburtstag des Komponisten, dem 4. September, und seinem Sterbetag am 11. Oktober statt. Orchester und Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt, wie das Cleveland Orchester, strömen nach Linz. Mittlerweile hat sich das Klassikfestival neben den Salzburger Festspielen und den Wiener Festwochen zu einem der bedeutendsten in Österreich entwickelt.

Sucht man in Linz nach den Spuren des Komponisten, der von 1824 bis 1896 lebte, findet man sie überall: Brucknerhaus, Brucknerorchester, Bruckneruniversität, Brucknerorgel. Direkt im Zentrum, nahe des Hauptplatzes im Rathausviertel, steht der Alte Dom – auch als Ignatiuskirche bekannt. Er versteckt sich in der Seitenstraße des Platzes; seine mintgrüne Fassade fügt sich zwischen zwei Altbauten ein. Nur wer Richtung Sterne blickt, entdeckt seine glänzenden Kupferkuppeldächer an den beiden barocken Fassadentürmen, die sich wie Raketen in den Himmel strecken. Sie wurden erst vor drei Jahren neu gedeckt. Im Inneren befindet sich die originale Orgel, auf der Bruckner während seiner Zeit als Domorganist spielte.

Das hellbraune Instrument mit den silbern glänzenden Pfeifen ist eine Visite des Doms wert. Die Orgel wurde 1768 bis 1770 gebaut, unter Bruckners Leitung modifizierte man sie nach seinen Wünschen. Noch Jahre später kam er immer wieder zurück in den Dom, um an der Orgel zu improvisieren. Heute trägt sie seinen Namen, allerdings mit dem Ortszusatz. Die Linzer Brucknerorgel ist nicht die einzige, die den Namen des großen Komponisten trägt. Auch die Orgel im nahe gelegenen barocken Stift St. Florian wurde nach Bruckner benannt, der dort einige Jahre als Musiklehrer und Stiftsorganist verbrachte. Allerdings ist die Linzer Brucknerorgel die einzige, die noch im Originalzustand zu sehen und vor allem zu hören ist.

Alt und neu

Der alte Dom ist deswegen „alt“, weil er im direkten Vergleich mit dem nach ihm gebauten Mariä Empfängnis-Dom steht, den man den Neuen Dom von Linz nennt. Neu ist der heute auch nicht mehr, aber der Name ist hängen geblieben. Den Neuen Dom übersieht man nicht. Er steht wie das Mutterschiff der Linzer bereit zum Abheben an der Mozartkreuzung, unweit des Alten Doms und überragt alles um ihn herum. Auch hier hatte Bruckner musikalisch seine Finger im Spiel: Bei der Grundsteinlegung der neugotischen Kirche wurde die Festkantate des Komponisten gespielt. Ein paar Jahre später komponierte er die erste Messe – obwohl die Kirche damals noch eine halbe Baustelle war.

Und das ist sie bis heute. Das Gebäude ist selten komplett zu sehen, meistens steht irgendwo ein Baugerüst, um die filigranen Spitzbögen, Fialen und Kreuzblumen in Schuss zu halten. Linzer erzählen gerne, dass der Turm des Doms nur minimal kleiner ist als der des Wiener Stephansdoms. Dieser musste das höchste Gotteshaus in der Monarchie sein. Die Linzer wollten der Regulierung ein Schnippchen schlagen und setzten ihrem Turm ein Metallkreuz auf, das den Stephansdom überragen sollte.

Eine digitale Vermessung vor einigen Jahren hat für Ernüchterung gesorgt: Der Linzer Dom ist zwei Meter niedriger als der Steffl. Neben dem Anblick lohnt das Horchen ins Innere der Kirche – Bruckner hätte seine Freude gehabt. Das hohe Langschiff mit seinen bunten Bleifenstern sorgt für eine Akustik mit langem Nachhall, weshalb darin ständig Konzerte stattfinden. Der Gesang entwickelt dort eine überirdische Wirkung – so, wie Bruckner es zu schätzen gewusst hätte. 

Klimafreundliche Anreise
Linz ist mit den ÖBB auf mehreren Routen gut erreichbar. oebb.at

Packages
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Weitere Informationen
linztourismus.at
planetlinz.com
oberoesterreich.at

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