Kräuterbeete - frische Kräuter selbst anbauen

© Andrea Rammel, Canva

Natur & Nachhaltigkeit

Kräuter frisch geerntet - im eigenen Kräuterbeet!

Frische Kräuter aus dem eigenen Kräuterbeet sind einfach die besten. Und es geht so einfach.

08/22/2022, 01:22 PM

Frische Kräuter geben jedem Smoothie und jedem Gericht die passende Würze. Darüber hinaus haben manche Kräuter eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit und verfeinern selbstgemachte Kosmetik-Produkte. Ob Sie eine Terrase, einen Balkon, nur ein großes Küchenfenster oder einen Garten haben - Kräuter können Sie fast überall selbst ziehen. Wir haben Tipps für Sie, wie Sie schon bald ernten können. 

Kräuter selbst anbauen

Es sind nur drei Kriterien, die Sie bei der Wahl Ihrer Kräuter beachten sollten:

  • Wie viel Licht brauchen sie?
  • Haben sie einen hohen Wasserbedarf?
  • Brauchen sie viele Nährstoffe?

In erster Linie werden wohl die Lichtverhältnisse ausschlaggebend sein. Ob drinnen oder draußen - die können Sie am wenigstens beeinflussen. Den Wasserbedarf können Sie mit Gießen decken. Und wie nährstoffreich der Boden ist, haben Sie auch im Griff. Vor allem dann, wenn Sie die Kräuter in Töpfen anbauen. Im Beet sorgen versorgen Kompost und Dünger hungrige Pflanzen. 

Kräuter im Topf

Die 12 beliebtesten Kräuter auf der Terrasse oder im Garten anbauen

Am individuellsten ist es, jedes Kraut in einen eigenen Topf zu setzen. So können Sie Licht-, Wasser- und Nährstoffbedarf individuell decken. Das ist allerdings mit einem wesentlichen Mehraufwand verbunden. Einfacher ist ein Kräuterbeet. Das Gießen lässt sich evtl. automatisieren und auch das Düngen geht wahrscheinlich schneller. Die verschiedenen Ansprüche der Pflanzen bestimmen, welche Kräuter Sie zusammensetzen können. Nachstehend finden Sie eine Übersicht der 12 wichtigsten Kräuter und ihre Ansprüche:

Basilikum, Dill, Estragon

Basilikum

Aus der italienischen Küche ist das beliebte Kraut mit dem köstlichen Duft nicht wegzudenken. Als mediterrane Pflanze steht Basilikum auf Wärme. Wind und Regen mag er auch nicht so gern. Ein sonniges Fensterbrett ist ein idealer Platz. Nach den Eisheiligen können Sie Basilikum auch in den Garten setzen oder auf die Terrasse stellen. 

  • Lichtbedarf: sonnig
  • Wasserbedarf: braucht viel Wasser, aber Staunässe vermeiden und vor allem die Blätter nicht gießen
  • Boden: nährstoffreich, regelmäßig düngen
  • winterhart: nein

Dill

Ideal für Fisch- und Gurkengerichte - deshalb auch als Gurkenkraut bekannt. Nachdem sie die gleichen Ansprüche haben, können Sie Dill bedenkenlos zum Basilikum setzen. Wenn Sie Dill in einen Topf setzen, achten Sie darauf, dass der Tiefwurzler genügend Platz hat. 

  • Lichtbedarf: sonnig
  • Wasserbedarf: braucht viel Wasser, aber Staunässe vermeiden und vor allem die Blätter nicht gießen
  • Boden: nährstoffreich, regelmäßig düngen
  • winterhart: nein, aber wenn Sie Dill blühen lassen, sorgen die Samen im Frühjahr für eine neue Pflanze. 

Estragon

Wenn Sie Estragon dezent verwenden, gibt er ihren Eintöpfen, Saucen und Eiergerichten eine pfeffrige Note. Es gibt deutschen, russischen und französischen Estragon. Sie unterscheiden sich vor allem im Geschmack. Im Garten kann Estragon 60 bis 150 Zentimeter hoch werden. 

Ideal für Fisch- und Gurkengerichte - deshalb auch als Gurkenkraut bekannt. Nachdem sie die gleichen Ansprüche haben, können Sie Dill bedenkenlos zum Basilikum setzen. Wenn Sie Dill in einen Topf setzen, achten Sie darauf, dass der Tiefwurzler genügend Platz hat. 

  • Lichtbedarf: sonnig
  • Wasserbedarf: soll nicht austrocknen, mag keine Staunässe
  • Boden: kommt auch mit nährstoffärmeren Böden zurecht, im Frühjahr freut er sich über Kompost oder organischen Dünger
  • winterhart: ja, je nach Sorte evtl. Winterschutz
Lavendel, Lorbeer, Liebstöckel

Lavendel

Das duftige Kraut lässt sich hervorragend in der Küche verwenden. Doch das Heilkraut wird auch in der Kosmetik gerne verwendet. In der Küche verfeinert Lavendel ihre Fleischgerichte und macht sich richtig gut für Ihre Süßspeisen. Das vielseitige Kraut mit dem unglaublichen Duft ist außerdem sehr pflegeleicht.

  • Lichtbedarf: sonnig
  • Wasserbedarf: braucht wenig Wasser, erst gießen, wenn die Erde antrocknet
  • Boden: nährstoffarm, einmal jährlich im Kompost düngen, in Töpfen evtl. häufiger
  • winterhart: je nach Region, evtl. Winterschutz

Lorbeer

Wildgerichte, Sauerkraut - das sind die Gerichte, für die meine Oma Lorbeer verwendet hat. Lorbeer passt vor allem gut zu sauren Gerichten, deftigen Eintöpfen oder den Hirschbraten. In Asien kann der Lorbeer bis zu fünfzehn Meter hoch werden. Bei uns sollten Sie ihn im Topf halten - dadurch ist auch die Wuchshöhe beschränkt. 

  • Lichtbedarf: sonnig
  • Wasserbedarf: feucht halten
  • Boden: nährstoffreich, kommt aber meistens ohne zusätzliche Düngung aus. 
  • winterhart: nein, schon leichter Frost kann dem Lorbeer schaden. 

Liebstöckel

Bekannt unter dem Namen Maggikraut, ist schon zu erahnen, dass Liebstöckel in keiner Suppe fehlen sollte. Doch auch Eintöpfe und deftige Fleischgerichte können Sie mit dem kräftigen Aroma von Liebstöckel verfeinern. Außerdem ist Liebstöckel ein sehr wichtiges Heilkraut.  

  • Lichtbedarf: sonnig, aber auch halbschattig
  • Wasserbedarf: feucht halten, nicht austrocknen lassen
  • Boden: nährstoffreich, regelmäßig düngen 
  • winterhart: ja
Minze, Petersilie, Rosmarin

Minze

Sie ist eines der vielseitigsten Kräuter, das mit seinem Duft begeistert. Ob Tee, Eis, Sirup, Cocktail oder Dekoration - Minze passt fast immer.  Neben der erfrischenden Pfefferminze gibt es Minze schon in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Sie sollten diese allerdings nicht zusammensetzen, damit sie ihre Eigenart behalten. 

  • Lichtbedarf: sonnig bis halbschattig
  • Wasserbedarf: feucht halten, nicht austrocknen lassen
  • Boden: nährstoffreich, mäßig düngen 
  • winterhart: ja, exotische Arten evtl. mit Winterschutz

Petersilie

Salat, Petersilien-Kartoffel, Kräuterbutter, Pesto ... Petersilie schmeckt am besten frisch, wird aber auch zum Kochen verwendet. Weniger bekannt ist wahrscheinlich ihre Wirkung als Heilkraut. 

  • Lichtbedarf: hell bis halbschattig
  • Wasserbedarf: feucht halten, nicht austrocknen lassen
  • Boden: nährstoffreich, mäßig düngen 
  • winterhart: ja, evtl. Winterschutz

Rosmarin

Das beliebte Küchenkraut ist sehr vielseitig und kann sowohl als ganzer Zweig, gemahlen oder getrocknet verwendet werden. Verfeinern Sie damit Fleisch- und Fischgerichte. Auch zu Kartoffeln passt das mediterrane Kraut hervorragend. 

  • Lichtbedarf: sonnig und warm
  • Wasserbedarf: wenig, Erde etwas antrocknen lassen
  • Boden: nährstoffarm, wenig düngen 
  • winterhart: abhängig von der Sorte und der Region
Salbei, Thymian, Zitronenmelisse

Salbei

Der Salbei ist ein beliebtes Heilkraut, das vor allem bei Erkältungskrankheiten angewendet wird. In der Küche wird er vor allem für italienische Gerichte verwendet. Der bitter würzige Geschmack passt auch gut zu Fisch, Schwein und Huhn. Der Salbei ist eines der unkomplizierten italienischen Kräuter. 

  • Lichtbedarf: sonnig 
  • Wasserbedarf: wenig, kommt auch gut mit der Trockenheit zurecht
  • Boden: nährstoffarm, wenig düngen 
  • winterhart: ja

Thymian

Schon wegen des guten Duftes darf der Thymian im Krätuerbeet nicht fehlen. Und auch in der Küche ist er eines der beliebtesten Gewürze. Ob Lamm, Braten, Wild oder Geflügel - Thymian passt auf jeden Fall. Doch auch Salate, Eintöpfe und Kartoffelgerichte können Sie mit dem Küchenkraut verfeinern.

  • Lichtbedarf: sonnig 
  • Wasserbedarf: wenig, kommt auch gut mit der Trockenheit zurecht
  • Boden: nährstoffarm, wenig düngen 
  • winterhart: ja

Zitronenmelisse

Tee, Sirup und Limonaden können Sie mit den fruchtig-frischen Blättern der Zitronenmelisse herstellen. Als Dekoration von Cocktails, Eis und Dessert ist sie perfekt geeignet. Und auch in Salaten, als Pesto oder zu Fisch schmeckt sie hervorragend.  

  • Lichtbedarf: sonnig bis halbschattig
  • Wasserbedarf: wenig, kommt auch gut mit der Trockenheit zurecht
  • Boden: nährstoffreich, selten düngen 
  • winterhart: ja
Kräuterbeet Balkon, Küchenfenster, Garten

Kräuter ins Beet oder in den Topf?

Am besten können Sie auf die individuellen Ansprüche der Kräuter erfüllen, wenn Sie diese in Töpfe setzen. Ob Küchenfenster, Balkon, Terrasse oder an einem passenden Plätzchen im Garten - einen Topf kann man überall hinstellen. Nur der Pflegeaufwand ist etwas höher. Vor allem das Gießen ist aufwändiger, als im Beet. 

Wenn Sie die Kräuter gemeinsam in ein Beet oder Hochbeet setzen, sollten diese ähnliche Ansprüche haben. Am besten machen Sie dann zwei Beete. Eines für die anspruchsvollen Kräuter, die viel Wasser und Dünger brauchen und eines für die genügsamen Pflanzen, die in nährstoffarmen Böden besser gedeihen und weniger Wasser brauchen. Eine evtl. automatische Bewässerung erleichtert den Gießaufwand und kann individuell eingestellt werden. So machen die Kräuter kaum Arbeit, bis sie dann geerntet werden. 

Kräuterbeete lassen sich sehr schön gestalten. Von der Kräuterspirale bis zum Pflanzturm gibt es viele kreative Beet-Formen. Auch alte Wannen, Tröge oder Körbe können als Beet für frische Kräuter weiterverwendet werden.  

Kräuterspirale im Kloster Pernegg

Sie können alle Kräuter aus Samen ziehen - das braucht nur etwas mehr Geduld. Die Auswahl an Kräutern in den Garten- und Blumenmärkten ist in den letzten Jahren sehr vielfältig geworden. Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, dass Ihre Kräuter nachhaltig angebaut wurden. Vermeiden Sie lange Transportwege. Bevorzugen Sie Bio-Kräuter - Sie wollen ja keine mit Pestizide in Ihrem Essen. Außerdem sind die Pflanzen widerstandsfähiger, wachsen besser und Sie haben mehr Freude damit. 

Viel Spaß beim Kräuterpflanzen und genießen. 

frische kräuter selbst ziehen - so einfach geht's
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