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Kulinarik

Festtagsbock: Das sind die beliebtesten Bockbiere

Der Herbst und Winter sind traditionell die Jahreszeiten, in denen wir vermehrt zu Bockbier – auch Starkbier genannt – greifen. Doch was ist das Besondere an der Biersorte? Und welches Bockbier ist das beste in Österreich? Das sind die Tipps aus der Redaktion.

12/22/2022, 09:59 AM

Was ist das Besondere an Bockbier?

Beim Bierbrauen vermischt man geschrotetes Malz und Hopfen mit warmem Wasser. Dieser Vorgang heißt Maischen. Unter Rühren erhitzt man die Mischung. In weiterer Folge lösen sich unterschiedliche Stoffe aus dem Malz. Etwa Stärke, Vitamine, Eiweiß, Mineralien und Aminosäuren. Das so angereicherte Wasser nennt man Würze. Die „Stammwürze“ ist eine Messgröße, die den Anteil der Stoffe bezeichnet, die gelöst im Wasser sind, bevor es ans Gären geht. Man misst ihn in Grad Plato. Herkömmliches Schankbier rangiert im Bereich von 7 bis 11 °P, Vollbier verfügt über einen Stammwürzegehalt von 11 bis 16 °P. Alles, was mehr als 16 °P hat, ist „Bockbier“ oder „Starkbier“. Der sogenannte „Doppelbock“ liegt im Bereich von über 18 °P.

Wie macht man Bockbier?

Damit der Stammwürzegehalt hoch ausfällt, muss die Konzentration von Malz hoch sein. Das Resultat ist ein Bier mit besonders hohem Alkoholgehalt.

Warum heißt Bockbier Bockbier?

Mit Tieren hat das Getränk nichts zu tun. Vielmehr mit Deutschland. Denn in der Stadt Einbeck wusste man schon im 13. Jahrhundert, wie man besonders starkes Bier braut. Rund 400 Jahre später fand das Geheimnis seinen weg nach Bayern. Da war im Dialekt dann nicht mehr von „Einbeck“, sondern von „Oanbock“ die Rede. Und daraus wurde schließlich der Begriff „Bockbier“.

Wie schmeckt Bockbier?

Vollmundig, ein bisschen nach Karamell und auf jeden Fall würzig – so könnte man den Geschmack von Bockbier beschreiben. Das Bier hat einen distinktiven Eigengeschmack. Es passt daher hervorragend zu üppigen Weihnachtsmahlzeiten. Vor allem, wenn Deftiges auf dem Menü steht, ist der Festtagsbock ein perfekter Begleiter.

Was sind die besten Bockbiere Österreichs?

Die Brauerei im niederösterreichischen Schiltern gilt als eine der modernsten Brauereien Österreichs. Und als solche braut sie nicht nur Hanfbier IPA und Weißbier, sondern auch Bockbier. Dieses überzeugt durch seine rotbraune Farbe und seinen Anklängen von Schokolade, Gewürzen und Kirschen. Es reift in Cognac-Fässern.

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Dieser „Hopfensmoothie“ gärt in 120 Jahre alten Granitbottichen. Zudem karamellisiert man das Bier mit glühenden Granitsplittern. Das Ergebnis sind kräftige Malzaromen und herbe Bitterschokolade-Noten. Das Verfahren ist aufwändig, doch Bierfreunde wissen es zu schätzen.

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Rötlich-gelb und mit feinporigem Schaum gekrönt: So präsentiert sich das Starkbier aus dem 16. Wiener Gemeindebezirk. Wer hineinriecht, nimmt Anklänge von Stroh und Honig wahr. Die Würze ist elegant, das Bier als solches herb.

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Wie man starkes Bier braut, weiß man auch in der Steiermark. Die Murauer Variante ist besonders süffig. Es ist rund und von kompaktem Körper, weiß im Gesamtpaket durchaus zu gefallen. Eine Besonderheit stellt die traditionelle Veranstaltung „Bockbeat“ im November dar. Das Spektakel im Grazer Dom ist eine innovative Art, den Bieranstich des frisch gebrauten Bockbiers zu zelebrieren.

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Beim Kuenringer Festbock handelt es sich um ein helles Bockbier, das Dank seiner fruchtigen Hopfennoten und seiner Würzigkeit überzeugt. Der Körper ist kräftig, im Nachgang tritt die Herbe des Starkbiers deutlich zutage. Hier sind die Malznoten wenig ausgeprägt.

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Die in der Nähe von Graz angesiedelte Craft Beer Brauerei stellt ein aromatisch-fruchtiges Starkbier her, dessen weißer Schaum feinporig ist und lang im Glas steht. Das Bier zählt zu jenen mit stärkerer Hopfennote und Bitterkeit.

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