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01/18/2022

Eine wärmende Wohltat an kalten Tagen – die Suppe

Wenn es draußen eisig kalt ist, liefert eine Suppe, von morgens bis abends, wohlige Wärme – Löffel für Löffel,

Wir kennen Suppen hauptsächlich als Mittag- oder Abendessen. Im Gegensatz dazu wird in asiatischen Ländern Suppe zu jeder Tageszeit gegessen – ganz besonders gerne aber als Frühstück. Was für uns vielleicht etwas seltsam klingen mag, wird in Asien aus gutem Grund praktiziert – Suppen sind

  • Leicht verdaulich
  • Sättigen gut
  • Sind wärmend
  • eine wahre wohltat an kalten Tagen

Durch eine Frühstückssuppe wird der Körper ideal auf den Tag vorbereitet, da sie den Körper langsam in Schwung bringt – die Körpertemperatur steigt an, die Organe beginnen wieder mehr zu arbeiten und so wird auch die Verdauung angekurbelt und das Herz-Kreislaufsystem wird wieder voll beansprucht.

Lust auf Österreich_Suppe_Frühstück

Das Suppen zum Frühstück bei uns eine Seltenheit sind, war aber nicht immer so. Früher wurden sie auch in Europa gerne zum Start in den Tag gegessen. Sie sind eine schnelle Variante und Sie können sie ganz wunderbar vorkochen. Dazu einfach eine größere Menge zubereiten, die Suppe heiß in saubere Gläser abfüllen, sofort mit den Schraubdeckel verschließen und rasch kühlen. So hält sich die Suppe mehrere Tage im Kühlschrank und Sie brauchen sie in der Früh nur noch aufwärmen.

Was kommt in den Suppentopf?

Doch nicht nur in der Früh, sondern auch zu Mittag oder am Abend ist Suppe eine Wohltat für den Körper. Suppen wärmen den Körper und versorgen ihn außerdem mit reichlich Flüssigkeit. In die Suppe darf alles hinein, was Ihnen gut schmeckt und Freude macht:

  • Jegliches Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Verquirlte Eier
  • Nüsse
  • Samen
  • Getreide
  • Tofu
Lust auf Österreich_Suppe_Suppentopf

Die Konsistenz kann dabei von cremig bis stückig sein. Bereiten Sie sich die Suppe nach ihrem aktuellen bevorzugten Geschmack entweder mild, würzig oder leicht scharf zu. Die leichte Schärfe wärmt dann zusätzlich von innen auf.

Die Suppenzubereitung ist denkbar einfach: Stellen Sie einen Topf Wasser auf den Herd und fügen Sie alles von der Liste, das Ihnen schmeckt hinzu. Wenn Sie Eiweiß – in Form von Eiern, Nüssen, Samen oder Tofu – zugeben, sorgt das für eine gute Sättigung. Als extra Energiespender eignen sich Kartoffeln oder Getreide – wie zum Beispiel Gerste, Dinkel oder Polenta – ganz hervorragend. Lassen Sie alles 15 bis 20 Minuten bzw bis das Getreide und Gemüse gar sind kochen. Sie können die Suppe nun pürieren, teilweise pürieren oder im Ganzen belassen. Geben Sie abschließend getrocknete oder frische Kräuter dazu und schon haben Sie etwas Warmes für kalte Tage. In meinem gleichnamigen Buch finden Sie viele Tipps und Rezepte wie Sie sich an kalten Tagen mit der Unterstützung von wohltuenden Speisen aufwärmen können.https://amzn.to/3fjJkR5

Ein bekömmliches Abendessen

Wenn es vorkommt, dass die Zeit kein Abendessen vor 18 Uhr zulässt, eignet sich als spätes Mahl besonders die Suppe. Der Körper muss sich bei der Verdauung nicht unnötig anstrengen, da er sie rasch Verdauen kann. So unterstützen Sie Ihren Körper vor dem zu Bett gehen und er kann sich in der Nacht gut regenerieren

Die wundervolle Wirkung von Kraftsuppen

Vor allem lang gekochte Kraftsuppen, wie zum Beispiel eine Hühnersuppen, wirkt besonders unterstützend in der kalten Jahreszeit. Durch den langen Kochvorgang entsteht viel Energie und Wärme. Wenn die Nase läuft oder Sie mit Fieber im Bett liegen – sie also von einer Erkältung oder einem Infekt erwischt wurden, dann hilft eine lange gekochte Hühnersuppe. Ihre medizinische Wirkung wurde wissenschaftlich von vielen Studien belegt. Das liegt an der Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen (allen voran Zink) und Eiweiß welche in dieser wahren Kraftsuppe enthalten sind.

Lust auf Österreich_Suppe_Hühnersupe

Fertig- vs. Selbstgekochte Suppe

Wussten Sie, dass in Fertigsuppen pro Teller oft bis zu zweieinhalb Stück Würfelzucker und bis zu einem halben Teelöffel Salz enthalten sind? Das ist eine unglaublich hohe Menge an Zucker und Salz! Der wohltuende Effekt wird dadurch aufgehoben. Bei selbst gekochten Suppen braucht es hingegen keinen Zucker und wenn Sie sich mit Kräutern und Gewürzen kreativ austoben, braucht es gar nicht so viel salzen. Und wie Sie bereits wissen, lässt sich eine leckere Suppe im Nu zaubern – also ran an den Kochlöffel, probieren Sie gleich eines der folgenden Rezepte aus und lassen Sie sich von innen aufwärmen!

2 Portionen

  • 2 Karotten
  • 1 EL Rapsöl
  • 60 g Hirse
  • 1 Zwiebel, Muskatnuss
  • frisch gerieben, Pfeffer aus der Mühle
  • 600 ml Wasser oder Gemüsebrühe
  • Salz
  • ½ Bund Petersilie
  • 2 Pastinaken (auch Wurzelpetersilie oder Kohlrabi)
  • ½ TL Paprikapulver

Zubereitung

  1. Karotten und Pastinaken waschen, schälen und grob raspeln.
  2. Zwiebel schälen und fein hacken.
  3. Rapsöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse mit der Zwiebel andünsten.
  4. Dann die Hirse zugeben, kurz mitrösten und mit Muskatnuss, Pfeffer und Salz abschmecken.
  5. Mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen lassen.
  6. Die Suppe dann zugedeckt für 15 bis 20 Minuten kochen lassen.
  7. Petersilie waschen, fein hacken und mit Paprikapulver zur Suppe geben.
  8. Bei Bedarf nochmals mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Lust auf Österreich_Suppe_Hirse

4 Portionen

  • 1 Bio-Suppenhuhn
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 3 l Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 4 Karotten
  • 1/2 Sellerieknolle
  • 1 Wurzelpetersilie
  • 1 Zimtstange
  • 2 Kartoffeln
  • 1 Steckrübe
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • 4 Scheiben frischer Ingwer
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Sternanis
  • 5 Kardamomkapseln
  • 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
  • 1 schwarzer Rettich
  • 1 Bund Koriander
  • 100 g Kohlsprossen
  • 1 EL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Kurkumapulver 

Zubereitung

  1. Huhn in einem großen Topf mit heißem Wasser bedecken und kurz aufkochen.
  2. Den entstehenden Schaum abschöpfen bzw. abgießen und Huhn nochmals mit frischem Wasser neu aufsetzen.
  3. Karotten und Sellerie putzen, grob schneiden und mit Zimtstange, Wacholderbeeren, Ingwerscheiben, Pfeffer, Lorbeerblätter, Sternanis und Kardamomkapseln in die Suppe geben.
  4. Mit einer Prise Salz und Zitronensaft abschmecken.
  5. Dann Bockshornkleesamen und Kurkumapulver zufügen und die Suppe zugedeckt auf kleiner Flamme für mindestens 2 Stunden kochen lassen.
  6. Um das Fleisch später als Suppeneinlage weiterzuverwenden, die Hühnerteile nach 45 Minuten aus der Suppe nehmen, Fleisch vom Knochen lösen und die Knochen zurück in die Suppe geben.
  7. Das Fleisch beiseitestellen.
  8. Die fertige Suppe abseihen und 1 l davon in einen geeigneten Topf gießen.
  9. Den Rest der Suppe noch heiß in Schraubgläser einfüllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank bis maximal 5 Tage aufbewahren.
  10. Kartoffeln, Steckrübe und Rettich schälen und in Würfel schneiden.
  11. Die Kohlsprossen waschen, putzen und in Scheiben schneiden.
  12. Gemüse zur Suppe geben und 10 bis 12 Minuten weichkochen.
  13. Mit Muskatnuss, Pfeffer und Salz abschmecken.
  14. Einen Teil des Hühnerfleisches auf zwei Suppenteller verteilen, mit der Suppe auffüllen und mit fein gehacktem Koriander bestreut servieren.
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