© Angelika Vogler

#meingastbeitrag

Champignons League

Man kann im tiefsten Waldviertel frieren. Oder sich adäquat warm anziehen.

12/10/2022, 12:57 PM

von Angelika Vogler

Man kann bei jeder Punschhütte (teilweise zu karitativen Zwecken) ein Häferl voll mit mehr oder weniger zuckerversetztem Inhalt verkosten und sich mit verpicktem Magen seinem Schicksal hingeben. Oder als Kontrastprogramm frittierte Champignons, deren Duft über den gesamten Rathausplatz wabert, genießen und die Essenspirale mit der Sektion „süß“ in der Konditorei Weingartner voll Vergnügen fortsetzen.

Man kann mit schreckgeweiteten Augen den vereisten Abstieg vom Schloss zögerlich in Angriff nehmen. Oder die Rutschpartie als Bergiselschanze für Lotta Normalverbraucherin voll Selbstbewusstsein bezwingen.

Wir entscheiden uns jedes Jahr für das Oder, das sich noch vielfältig fortsetzen ließe.

Der Rathskeller (auch Gasthof Hentsch oder immer noch Waschka) und das Brauhotel geben Sicherheit in ungewissen Zeiten, falls man den Weg vom Schloss bis zur Pfarrkirche nicht ungestärkt übersteht. Auch die Ohren dürfen schmausen: Thomas Faulhammer jazzt zur Eröffnung der Adventtage, auf dem Kirchenplatz grooven Blechbläser auf den Advent ein.

Helene Jaeger vertreibt Tand vom Feinsten. Obwohl man bereits 1.748 Teelichter für die stimmungsvolle Dekoration vorrätig hat, erwirbt man voll Begeisterung das 1.749ste.

Mohn für innerliche und äußerliche Anwendung – was sonst in dieser Gegend?

In einer der schmalen Gassen auf dem Rückweg zum Rathausplatz werden Käselaibe verkauft, welche die alten Römer, sollten sie in aktuellen Zeiten hier vorbeikommen, ungeschaut als Wagenräder verwenden würden.

Die Einser-Trachtenpanier findet sich in den auch am Wochenende geöffneten einschlägigen Verkaufskontoren. Alpakas teilen großzügig ihre Wolle mit jenen, die sie schätzen, fragen sich aber sichtlich, warum diese nicht einfach aufgelegt, sondern unter anderem zu Helm oder Schienbeinschützer verarbeitet wird. Wahrscheinlich, weil es mit der mittelalterlichen Stadt besser in Einklang zu bringen ist.

Kunstvoll gespaltene Holzrundlinge werden in der Dämmerung entzündet und weisen lodernd gemütlich den Weg.

So kalt kann es gar nicht sein, dass einem angesichts dieser Stimmung nicht warm ums Herz wird.

Nur eine Frage bleibt unverändert offen: Warum heißt diese wunderschöne älteste Braustadt Österreichs Wei(n)tra und nicht Biertra?

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