© Öfferl

10/13/2021

Selbst gerösteter Filterkaffee aus der Bäckerei Öfferl

Georg Öfferl und Lukas Uhl setzen in der Öfferl-Bäckerei mit selbst geröstetem Filterkaffee einen neuen Trend

von Ingrid Teufl

Zum Frühstück oder zur süßen Jause: Zum Marmeladebrot, Schinkensemmerl oder Brioche schmeckt ein Kaffee am allerbesten. Das wissen auch Georg Öfferl und Lukas Uhl, die gemeinsam mit ihrer Großfamilie Bäckerei Öfferl im Weinviertel betreiben.

Die Öfferl-Familienphilosophie beruht auf den Säulen: biologische und nachhaltige Zutaten sowie Heimatverbundenheit. Bei Kaffee ist es nicht so einfach wie bei Getreide, auf diese drei Eckpfeiler zu setzen. Öfferl und Uhl haben sich dem Thema trotzdem (oder gerade deswegen) angenommen; dazu gehört für sie auch, ihren Kaffee auch selbst zu rösten. Neben dem selbst gerösteten Espresso gibt es daher nun auch selbst gerösteten Filterkaffee.

Röstverfahren ist entscheidend für den Geschmack

Warum sie sich das antun? Aus Respekt, erklärt Bäcker- und Müllermeister Lukas Uhl, der auch für die Kaffeeröstung verantwortlich  ist. "Gleich wie bei der Herstellung von Brot ist das Rösten von Kaffee ein traditionelles Handwerk und entscheidend für den Geschmack des Kaffees. Es ist eines der aromatischen Naturprodukte und deshalb besonders spannend."

Anbau muss Rücksicht auf die Natur nehmen

Beim Kaffee geht es Georg Öfferl aber auch um Respekt vor der Arbeit und jenen Menschen, die mit Kaffee arbeiten. Man beziehe die Bohnen direkt von Produzenten aus Lateinamerika und Afrika, die die "Rücksicht auf die Natur" mit der Familie Öfferl teilen. "Wir lieben Kaffee und daraus hat sich eine neue Leidenschaft und tiefes Interesse ergeben. Und das heißt für uns, ihn nicht nur selbst zu trinken, sondern auch alles rund um Anbau und Herkunft der Bohnen, Röstung und Zubereitung zu hinterfragen", so Georg Öfferl.

Die Bohnen für den Filterkaffee (250g / 10,40€) stammen ausschließlich aus Guatemala und erinnern an Schokolade, Mandeln und getrocknete Früchte. Die Filterkaffeesorte Alex Keller (250g / 11,90€) ist nach dem Kaffeebauer Alex Keller benannt, der in Guatemala in vierter Generation Kaffeebauer ist.

Öfferl und Uhl  schätzen besonders, dass er als einer der wenigen Kaffeebauern seine Plantagen biodynamisch bewirtschaftet. Und der Geschmack? Den beschreiben die Bäcker mit einem Aroma von Waldbeeren, Nougat und Pfirsich.

Für die Espresso-Sorte (250g / 9,40€) kommen die Bohnen hingegen aus Guatemala, El Salvador und Peru. Er verfügt über Noten von Schokolade, Haselnuss und schwarzen Beeren. In El Salvador ist Maria Botto mit ihren zwei Schwestern die Öfferl-Partnerin. Auch sie sind bereits in vierter Generation Kaffeebauern und setzen sich in ihrer Heimat für Emanzipation von Frauen ein.

Der Namensgeber für die zweite Espresso-Sorte (250g / 11,90€) ist der gebürtige US-Amerikaner Eric Wright, der in Ruanda seinen Kaffee anbaut und zudem das "Community Coffee Ruanda Project" ins Leben rief. Der Kaffee schmeckt nach dunkler Schokolade, Grapefruit und weißem Pfirsich.

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