© Krimmler Wasserfälle

04/20/2021

Ausflugsziele für Allergiker: genießen statt niesen!

Lernen Sie die besten Ausflugsdestinationen für Allergikerinnen und Allergiker kennen.

Rund ein Sechstel der Österreicher und Österreicherinnen leiden an einer Allergie. Die Nase rinnt, die Augen jucken, der Griff zum Taschentuch wird ein Automatismus. Vor allem der Frühling ist für viele Allergikerinnen und Allergiker belastend. Was in leichten Fällen nur unangenehm ist, kann für schwerer Betroffene eine merkliche Einbuße der Lebensqualität bedeuten. Während andere Menschen durch die neu erwachende Natur spazieren und den Frühling in all seinen Facetten genießen, niesen sie und möchten sich am liebsten drinnen verkriechen. Doch es gibt auch Ausflugsziele für Allergiker! Man muss nur wissen, wo die Pollenbelastung am geringsten ist.

Sicher, Urlaub am Meer oder Urlaub in der Wüste, wo man vor Pollen fast vollständig sicher ist, wird wohl noch länger nicht so einfach möglich sein. Aber es gibt auch Ausflugsziele in Österreich für Allergiker und Allergikerinnen. Hier die besten Tipps aus der Redaktion, getestet von einer Allergikerin:

 

Ausflug in den Wald

Klar, wenn es Baumpollen sind, auf die Sie allergisch reagieren, ist dieser Tipp für Sie ungeeignet. Aber Menschen, die auf Blütenpollen reagieren, sind in Laubwäldern genau richtig. Denn deren Blätter wirken wie eine Art Filter. Gleichzeitig ist ein Aufenthalt im Wald gesund, Stichwort: Waldbaden. In Wien punktet der Lainzer Tiergarten mit seinen teilweise über 400 Jahre alten Buchen. In Niederösterreich ist der 300 Quadratmeter große Rothwald, der größte Urwald in den Alpen, ein lohnendes Ausflugsziel. In Oberösterreich ist der Nationalpark Kalkalpen das größte Buchenwald-Schutzgebiet.

Ancient Forest - Rothwald

Urlaub in den Bergen

Wer sehr stark unter dem Pollenflug leidet, sollte regelmäßig Ausflüge in die Berge machen. Denn ab etwa 1.800 Metern Seehöhe gibt es fast keine Pollen mehr in der Luft. Selbst zur Hauptblütezeit können Menschen mit Allergien hier durchatmen. Schon ab 1.500 Metern Seehöhe ist ein deutlicher Unterschied zum Flachland bemerkbar. Viele Orte Tirols, etwa in den Ötztaler Alpen, liegen auf über 1.500 Metern, Obergurgl erreicht sogar eine Höhe von 1.906 Metern. Das Praktische: In den Alpen gibt es fast unendlich viele Wander- und Bergtouren. In den Lechtaler Alpen in Vorarlberg und in den Ennstaler Alpen am Präbichl in der Steiermark ist die Pollenbelastung ebenfalls geringer. Übrigens: die Großglockner Hochalpenstraße liegt an ihrem höchsten Punkt auf 2.504 Meter.

Durch Klammen und Schluchten spazieren

Wer ein Ausflugsziel für Allergiker sucht, kommt an Klammen und Schluchten nicht vorbei. Denn entlang wilder Gewässer liegt ein feiner Sprühnebel aus Milliarden feinster Wassertröpfchen in der Luft. Diese wirken wie ein natürlicher Filter. Spaziergänge durch die Ötschergräben in Niederösterreich können für Allergiker erholsam sein. Wissenschaftlich anerkannt ist die Wirkung der Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern. Denn beim Sturz des Wassers aus 300 Metern Höhe entstehen Negativ-Ionen, die sich in der Luft anreichern. Sie lindern die Beschwerden von Allergikern und Allergikerinnen nachweislich.

Praktische Tipps für den Alltag

•    Nach einem langen Tag draußen unbedingt duschen und Haare waschen
•    Draußen getragene Kleidung außerhalb des Schlafzimmers ausziehen und aufbewahren
•    Pollenschutzgitter an den Fenstern montieren
•    Anstrengung im Freien meiden
•    Den Pollenkalender im Blick behalten
•    Den Regen nutzen: lüften und Aktivitäten draußen nach einem Regenguss
•    Mittags ist die Pollenbelastung am höchsten: drinbleiben, Fenster schließen
•    Wäsche nicht im Freien trocknen

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