© Robert Herbst

08/18/2021

Auf den Spuren des Wassers

Jetzt im Sommer ist das Höllental nicht nur wegen seinen idyllischen Wanderwegen, sondern auch wegen seinen vielen Möglichkeiten bekannt.

Ausflug zum Wasserleitungsweg im Höllental

Schon seit Jahrhunderten kommen die Menschen in die Gegend rund um die Rax zur Sommerfrische. Kein Wunder, schließlich bietet die Region viele landschaftliche Highlights. Man muss nicht unbedingt auf den Berg rauf, um den Berg zu erleben. Denn auch in den Tälern zwischen Schneeberg und Rax erleben Besucher unvergessliche Stunden. Im Höllental lockt der Wasserleitungsweg mit spektakulären Felsformationen, frischer Luft und interessanten Zwischenstationen.

Unterwegs im Höllental

Die Wiener Alpen verfügen über viele idyllische Flecken. Das Höllental ist einer davon. Hier wurde 1998 der 1. Wiener Wasserleitungsweg errichtet. Er verläuft entlang des schönsten Teils des Höllentals und folgt dem Wasser der Kaiserbrunnquelle. Sie versorgt die Stadt Wien bereits seit fast 150 Jahren unaufhaltsam mit sauberem, frischem Trinkwasser. Auf rund vier Kilometern lustwandeln Wanderer und Spaziergänger entlang des gurgelnden Wassers. Der Weg ist leicht und auch für Kinder und Hunde geeignet. Der ideale Ausgangspunkt befindet sich in Hirschwang an der Rax. An der Talstation der Rax-Seilbahn befindet sich ein Parkplatz. Von dort trennen einen nur noch wenige Schritte vom Einstieg in den 1. Wiener Wasserleitungsweg. Das Ziel ist Kaiserbrunn.

Nun könnte man den Weg in relativ kurzer Zeit durchwandern. Doch das sollte man nicht. Es gibt nämlich viel zu sehen. Während einen die Beine über dicke Wurzeln, Waldwege und Steine führen, bilden das Zwitschern der Vögel und das Plätschern der Schwarza eine idyllische Symphonie. Immer wieder führt der Weg leicht bergan und bergab, es geht durch den Wald und an Felswänden vorbei. Selbst Stiegen und Steige mit Leitern gilt es zu erklimmen. Für eine Verschnaufpause, einen Fotostopp oder um sich abzukühlen, lohnt es sich, den Weg hin und wieder zu verlassen. Denn von ihm abzweigend führen Pfade an die schönsten Buchten des Flusses.

Im Trinkwasser baden

Tatsächlich eignet sich die Schwarza dank ihrer Schotter- und Sandbänke ziemlich gut zum Baden. Vorausgesetzt, man ist nicht zu zart besaitet. Das Wasser ist nämlich genauso eisig wie glasklar. Andererseits: wie oft hat man schon die Gelegenheit, in Wiener Trinkwasser zu baden? Eben. Und kalte Bäder sollen ja auch gesund sein, weil sie den Kreislauf in Schwung bringen.

Am Ende des Weges sollte man sich noch Zeit für einen Abstecher ins Wasserleitungsmuseum nehmen. Hier erfahren Besucher alles rund um den Weg des Wiener Hochquellwassers von seinen Quellen im Rax- und Schneeberggebiet bis in die Wasserhähne der Großstadt. Schon im 17. Jahrhundert entdeckte Karl VI. bei einer Jagd eine Quelle. Angetan vom köstlichen Geschmack des Wassers ließ er sich das Wasser in Fässern in die Hauptstadt bringen. Kaiser Franz Joseph war es, der schließlich die 1. Wiener Hochquellwasserleitung errichten ließ. Von ihm rührt auch der Name „Kaiserbrunn“. Nach nur vier Jahren war die Hochquellwasserleitung fertig. Sie transportiert bis heute die Hälfte des Wiener Trinkwassers in die Bundeshauptstadt. Rund 62 Millionen Kubikmeter legen pro Jahr die 112 Kilometer zwischen den Quellen und Wien zurück.

Das Museum besteht aus zwei Gebäuden und einem Freigelände, selbst das Hauptgebäude an sich ist Teil des Museums. Es war früher nämlich das Wasseraufseherhaus und steht heute unter Denkmalschutz. Videos, Schautafeln und Schauobjekte bringen den Besuchern alles Wissenswerte rund um die Wiener Wasserversorgung näher. Von Kaiserbrunn gelangt man mit einer siebenminütigen Busfahrt zurück nach Reichenau.

Einkehrtipps

Im Herzen des Höllentals liegt auf 560 Metern Seehöhe das Weichtalhaus. Es handelt sich dabei um eine beliebte Unterkunft bei Kletterern und Wanderern. Nach seinem Umbau 2015 bietet es nicht nur Übernachtungsmöglichkeiten, sondern auch Kletterkurse. Zudem starten rund um das Weichtalhaus mehr als 2000 Klettertouren für Anfänger, Familien, Sportkletterer und Extrem-Kletterer. Die Hütte ist mit einem Doppel- und drei Mehrbett-Zimmern sowie zwei Lager mit Stockbetten ausgestattet. Hier kann man auch wunderbar essen und trinken. (www.weichtalhaus.at)

In Kaiserbrunn lohnt sich ein Zwischenstopp beim Gasthaus „am Wasserwerk“. Das wunderbare Ausflugsziel öffnete 2020 nach dreijähriger Pause unter neuer Führung wieder seine Tore. Die Familie Scharfegger, die seit fast 50 Jahren untrennbar mit dem Tourismus in den Wiener Alpen verbunden ist, verwöhnt ihre Gäste hier mit regionaler Küche, Eis und hausgemachten Mehlspeisen. Das Gasthaus liegt direkt neben dem Wasserleitungsmuseum. (www.raxalpe.com)

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